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ComputerForum.de » Reviews: Hardware » [Test] Sharkoon Vaya - Billigschrott oder Preishammer? » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen [Test] Sharkoon Vaya - Billigschrott oder Preishammer?
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DarknessFalls DarknessFalls ist männlich
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[Test] Sharkoon Vaya - Billigschrott oder Preishammer? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wenn in Foren ein Gehäuse empfohlen wird, ist es in der Regel eines aus der günstigeren Preisklasse zwischen 30 - 50 Euro; und das aus gutem Grund: In dieser Preisklasse finden sich in der Regel Gehäuse, die solide verarbeitet sind und oft auch schon mit Annehmlichkeiten der Oberklassegehäuse wie Kabelmanagement, Vorrüstung für Wasserkühlung oder USB3.0 aufwarten können.

Bei teureren Gehäusen, sei es ein anidées AI6, ein Xigmatek Elysium oder eines der Oberklassegehäuse von LianLi, geht die Preis-Leistungs-Schere arg auseinander und bei günstigen Gehäusen... nun, bei günstigen Gehäusen trifft man auf fehlende Features, klapprige Verarbeitung, fehlende Gehäuselüfter bis hin zu hierfür nichtmal vorhandenen optionalen Anbauplätzen. Grund genug, daß die Preisklasse unterhalb des Xigmatek Asgard mit Missachtung gestraft wird.

Nun jedoch hat sich die Hardwareschmiede Sharkoon angeschickt, mit dem Vaya in eben diese Gefilde vorzustoßen und für wenig Geld viel Gehäuse zu bieten.



Wie viel Gehäuse man in der Preisklasse unter 30 Euro bekommen kann und ob das Sharkoon Vaya nur ein weiteres billiges Klappergehäuse ist, werden wir auf den folgenden Seiten klären.


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DarknessFalls ist offline 15.02.2012 08:05 E-Mail an DarknessFalls senden Beiträge von DarknessFalls suchen Nehmen Sie DarknessFalls in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von DarknessFalls anzeigen

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Äußerlichkeiten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Schon beim Auspacken des Sharkoon Vaya fällt zunächst auf, daß das Gehäuse auch im Vergleich zum ebenfalls günstigen Xigmatek Asgard (~30 Euro) sehr leicht ist. Sofort überkommen uns böse Vorahnungen von dünnem, klapprigem Blech und schlechter Verarbeitung. Sobald das Vaya jedoch ausgepackt auf dem Tisch steht, gewinnt man schnell einen guten Ersteindruck. Nichts wirkt optisch klapprig, die Front ist zwar eine Plastikwüste, aber die beiden Front-USB (2.0, auf 3.0 wird verzichtet) sowie die Front-Audio-Buchsen sitzen passgenau, Power- und Resetbutton wackeln nicht haltlos hin und her. Im unteren Bereich der Front befindet sich ein mehrgeteiltes Meshgitter, hinter dem bereits ein 120er Lüfter von Sharkoon auszumachen ist. Zu diesem später mehr.



Die Metallpartien des Vaya sind mattschwarz lackiert, es finden sich keine unsauberen Stellen, keine Nasen, keine Läufer. Gut! Auffällig ist eine Ausbuchtung im rechten Seitenteil hinter dem Mainboardtray, die im späteren Testverlauf noch eine für die Wertung wichtige Rolle einnehmen soll.

Die Seitenteile sind zwar dünn, aber scheppern nicht, wenn man davorklopft. Das vermittelt zwar natürlich noch keinen Eindruck von besonderer Wertigkeit, aber ist immerhin weit davon entfernt, als schepperndes, papierdünnes Blech durchzugehen. Beidseitig sind die Seitenwände mit Rändelschrauben angebracht, was ein einfaches Montieren und Demontieren ermöglicht. Auf Höhe des CPU-Kühlers bietet Sharkoon die optionale Möglichkeit, einen 120er oder 140er Lüfter im linken Seitenteil zu verbauen.

Auf der Rückseite befindet sich im oberen Bereich die Möglichkeit, einen 120er. 92er oder 80er Lüfter zu montieren. Ein solcher ist hier - wie zugegebenermaßen erwartet- nicht vormontiert. Oberhalb des Lüfters finden wir etwas in dieser Preisklasse erstaunliches: Sharkoon sieht hier zwei gummiverkleidete Öffnungen für die Installation einer Wasserkühlung vor. Auch wenn es uns unwahrscheinlich erscheint, daß der Käufer einer Wasserkühlung als Gehäuse eines aus der Sub-30-Euro-Klasse wählt, gebührt Sharkoon für dieses kleine Detail ein ausdrückliches Lob.



Die Rückansicht offenbart uns ebenfalls bereits die vorgesehene Montageplatzierung des Netzteiles: Unten.



Genug der Äußerlichkeiten, nun sollen die inneren Werte zeigen, was sie zu bieten haben.


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DarknessFalls ist offline 15.02.2012 15:39 E-Mail an DarknessFalls senden Beiträge von DarknessFalls suchen Nehmen Sie DarknessFalls in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von DarknessFalls anzeigen

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Öffnet man das Vaya, fallen einige Details ins Auge; zunächst wären da die Quick-Out-Montagevorrichtungen für die Laufwerke, die ein wenig an die von Xigmatek verwendeten erinnern.



Als wir mit Hilfe dieser Montagevorrichtungen eine Festplatte in das Gehäuse hängen wollen, folgt der ersten Freude über dieses Detail auch schon die Ernüchterung: Die Festplatte hängt trotz korrekter Montage nur wackelig in ihrem Käfig. Folglich - ein feines Detail schlecht integriert. Wir greifen zu den mitgelieferten Schrauben (von denen übrigens reichlich mitgeliefert werden), um die Festplatte korrekt und fest zu montieren.

A propos Festplatte: Noch ein schönes Detail des Vaya - oberhalb der 3.5'' Käfige befindet sich ein expliziter Montageplatz für eine 2.5'' SSD. Auch das ist wiederum bemerkenswert in dieser Preisklasse.

Bei der Montage des DVD-Laufwerkes stoßen wir wieder auf einen Mangel - und das nur, weil wir aus der Not geboren das Laufwerk im UNTERSTEN Schacht einbauen müssen. Die Frontblenden der Laufwerksschächte lassen sich noch sehr einfach entfernen, dann jedoch folgen die inneren, metallenen Blenden. Und dort beginnt der Ärger:

Linksseitig ist die Blende wie bei den meisten anderen Gehäusen nur eingehakt, rechtsseitig jedoch ist sie verschraubt. Erstmal sehen wir das als nicht sonderlich tragisch an, auch wenn es die Demontage erschwert; ein "Herausbrechen" wie bei den meisten günstigeren Gehäusen üblich, hätte uns besser gefallen, denn Hand aufs Herz: Wer baut schon eine solche innere Blende wieder ein? Jedenfalls ist hier kein Herankommen an die Schraube ohne die Gehäusefront vorher abzunehmen.

Also ran an die Gehäusefront und diese demontieren. Spitzzange zur Hand und von hinten die Befestigungen durch die Löcher zwängen. Wäre schön, wenn's ginge. Mit der Spitzzange kommt man zwar an die Befestigungsnasen der Front heran, allerdings ist es schlicht nicht möglich, die Zange so zu positionieren, daß man die Nasen zusammendrücken kann. Da wir der Meinung sind, daß wir die Front ohne Gefahr für Beschädigungen am Gehäuse nicht demontieren können, suchen wir einen anderen Weg. Letztlich gelingt es uns, die großen Kreuzschrauben mit viel Geduld und noch mehr Fingerspitzengefühl mit einem kleinen Feinmechaniker-Schlitzschraubendreher zu lösen. Das, liebe Herren bei Sharkoon, hätte man durchaus weit besser lösen können. Niemand braucht an dieser Stelle Schrauben - so zumindest unsere Meinung.

Betrachten wir aber den Innenraum weiter:



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DarknessFalls ist offline 15.02.2012 15:52 E-Mail an DarknessFalls senden Beiträge von DarknessFalls suchen Nehmen Sie DarknessFalls in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von DarknessFalls anzeigen

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Im unteren Bereich ist wie schon vorab erwähnt, das Netzteil zur Montage vorgesehen. Ob eine Montage im unteren oder oberen Bereich Vor- oder Nachteile bietet, wird immer mal wieder diskutiert, wir sind der Meinung: Es ist egal.

Das Sharkoon bietet für das Netzteil sowohl die "klassische" Montage mit dem Lüfter nach unten, als auch die Montage mit dem Lüfter nach oben hin an, für beide Varianten sind passende Schraublöcher vorhanden. Auch hier: Keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse.

Das Netzteil findet seinen Platz auf gummierten Schienen, darunter befindet sich eine mit Meshgitter versehene Öffnung im Boden des Gehäuses, von wo aus das Netzteil ausreichend mit Frischluft versorgt wird:



An der Unterseite des Meshgitters finden wir einen aus dünnem Nylonstoff bestehenden Staubfilter, den man bequem zur Reinigung abklipsen kann. Auch das wieder ein schönes Detail.

Von innen lässt sich nun auch der oben erwähnte verbaute, rot beleuchtete Sharkoon-Frontlüfter besser erkennen:



Der Lüfter lässt sich wahlweise dreipolig über das Mainboard oder aber per 4-Pol Molex über das Netzteil betreiben. Unerwartet ist, was unsere Ohren bei Betrieb des Lüfters feststellen: Über das Mainboard vernimmt man lediglich ein leises Luftrauschen und selbst über 12V vom Netzteil wirkt der Lüfter zumindest nicht störend. Optisch hübsche Akzente setzt er aber allemal.
Wem die Optik oder die Geräuschkulisse des Lüfters missfällt, kann diesen natürlich tauschen - und damit wären wir wieder bei einem bereits erwähntem Minuspunkt des Gehäuses: Die Front muss hierfür runter. Und DAS wird mit Sicherheit mit einigem Angstschweiß und feuchten Händen verbunden sein.

Im nicht ausbaubaren oder ausschwenkbaren (was wohl niemand selbst in der Sub-50-Euro-Klasse ernsthaft erwarten würde) Mainboardtray befindet sich im Bereich des CPU-Sockels eine Aussparung, wodurch sich ein Custom-Kühler mit Backplate auch bei bereits eingebautem Mainboard verbauen lässt. Wir meinen: Ein sehr nützliches und auch wieder lobenswertes Detail.


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DarknessFalls ist offline 15.02.2012 16:09 E-Mail an DarknessFalls senden Beiträge von DarknessFalls suchen Nehmen Sie DarknessFalls in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von DarknessFalls anzeigen

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Montage und Fazit Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Nun jedoch zum Einbau der Komponenten. Für das Mainboard sind ausreichend Abstandshalter mitgeliefert, wir zählen neun an der Zahl. Die Montage der Kernkomponenten gestaltet sich erwartungsgemäss völlig unproblematisch. Nun jedoch kann das Sharkoon eine Stärke ausspielen, die selbst in der 30-50-Euro-Klasse nicht selbstverständlich ist: Es bietet Kabelmanagement.

Zwei große Öffnungen rechts neben dem Mainboard sowie eine große unterhalb des Mainboards neben dem Netzteil bieten die Möglichkeit, unnötige Kabel verschwinden zu lassen. Leider sind die Öffnungen nicht mit Gummitüllen versehen, was dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt hätte - aber das wäre schon Kritik auf sehr hohem Niveau, denn selbst manche Gehäuse im Preisbereich um 100 Euro bieten solche Gummitüllen nicht.

Letztendlich gelingt im Vaya doch sehr ordentliches Kabelmanagement:



Anzumerken sei, daß überlange Grafikkarten sowie übergroße Kühler wie z.B. der Thermalright Macho im Vaya keinen Platz finden werden, aber auch das ist etwas, worüber man in dieser Preisklasse hinwegsehen kann - unerwähnt bleiben sollte es natürlich nicht.

Mit einem zusätzlich zum Serienlüfter montierten 120er im Heck bringen wir einen ordentlichen Airflow zustande, der für die meisten Gaming-Systeme mehr als ausreichend sein dürfte, weshalb es auch aus dieser Warte nichts, aber auch gar nichts zu meckern gibt.


Kommen wir also zum Fazit.

Vor uns steht ein Gehäuse, das laut geizhals.at/de zur Zeit für lächerliche 21 Euro lieferbar ist. Zugegeben: Wir haben erwartet, daß das Gehäuse klappert, rappelt, billig ist. Wir wurden enttäuscht. Und zwar positiv enttäuscht.

Das Vaya zeigt sich überraschend gut verarbeitet, wenngleich die verwendeten Materialien z.B. in der Front doch dem günstigen Preis Tribut zollen müssen. Auch die Blechstärke ist als dünn zu bezeichnen, wenn auch noch nicht zu dünn. Die Lackierung hingegen lässt keinen Grund für Kritik aufkommen, sie ist durchweg ordentlich, so daß zumindest die optische Anmutung der Metallteile des Vaya als wertig zu beschreiben ist.

Ordentlicher Airflow ist bequem zu gewährleisten, der Zusammenbau eines Systems im Vaya gestaltet sich problemlos. Besonderes Lob gebührt Sharkoon für Details wie das Kabelmanagement, die Aussparung im Mainboardtray für die Montage eines Customkühlers bei eingebautem Mainboard, der Vorrüstung für Wasserkühlung sowie den als gut zu bezeichnenden serienmässigen Lüfter in der Front des Gehäuses.

Kritik muss sich Sharkoon natürlich auch gefallen lassen: Da wären zum Beispiel die nett gedachten, aber letztlich wackeligen und damit in unseren Augen nutzlosen Quick-Out-Halterungen für Laufwerke. Da wäre die fummelige Demontage der inneren Laufwerksblenden oder gar der Gehäusefront. Auch anführen könnte man das zwar nicht billig, aber zumindest preiswert wirkende Plastik der Front oder fehlendes USB3.0 an selbiger.



Was aber bleibt unter dem Strich?

Das Vaya ist ein gutes, wenn auch natürlich nicht überragendes Gehäuse das sich in der Summe seiner Eigenschaften zwar keinen Award, aber sehr wohl unsere Empfehlung verdient. Daß bei dem konkurrenzlos günstigen Preis für ein Gehäuse, das man bequem in der 30-50-Euro-Klasse positionieren könnte, auch unser Preis-Leistungs-Tipp herausspringt, ist nur selbstverständlich.




Hier geht es zur Diskussion: [Diskussion] Sharkoon Vaya - Billigschrott oder Preishammer?


Wer auf USB 3.0 nicht verzichten will und ein Sichtfenster in der Seite wünscht, gleichzeitig aber das Design des Vaya schätzt, legt 8 Euro auf den Kaufpreis des Vaya drauf und erwirbt mit dem Vaya Value ein baugleiches Gehäuse mit Sichtfenster und einem von hinten nach vorne durchgeschleiften USB 3.0 Anschluss. Die Eigenschaften des Sharkoon Vaya Value entsprechen ansonsten denen des Vaya.


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