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[Review] Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Dieses Thema im Forum "Reviews: Hardware" wurde erstellt von kingspride, 3 Juni 2017.

By kingspride on 3 Juni 2017 um 00:40 Uhr
  1. kingspride

    kingspride Moderator
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    #1 kingspride, 3 Juni 2017
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juni 2017
    Heute, am 12.6.17, erscheint ein neuer CPU Kühler von EKL Alpenföhn, der „Ben Nevis Advanced“. Wir durften bereits vorab mit einem Testsample hantieren, und schauen, wie sich der neue, große Bruder des bereits bekannten Ben Nevis denn so in der Sommerwärme schlägt.
    Wir bedanken uns bei EKL / Alpenföhn für die Bereitstellung unseres Testsamples.

    [​IMG]

    Verpackung und Inhalt
    Der Ben Nevis Advanced kommt in einem einfachen, vollfarbig bedruckten Karton mit Holzoptik. Frontal ist nur der Kühler abgebildet sowie seine Bezeichnung aufgedruckt. Rückseitig dagegen finden sich die wichtigsten Angaben des Kühlers: Größe, Größe des Lüfters, wie viele Heatpipes und welchen Durchmesser sie haben, wie laut der Lüfter sein soll und wie schwer der Kühler ist. Eine Angabe, bis wie viel TDP der Kühler funktionieren soll, ist leider nicht dabei.
    Dafür finden wir am unteren Ende ein AMD Ryzen Logo und weitere Kompatibliätsangaben.
    Auf den Seiten sind dann noch einfache Schemazeichnungen abgebildet, die einen Überblick über den Kühler verschaffen.

    packung-45.jpg packung-front.jpg packung-rechts.jpg packung-hinten.jpg packung-links.jpg packung-closeup.jpg

    Ganz oben im Karton finden wir eine unbeschriftete Schachtel mit Zubehör, oder vielmehr Montagematerial für Intel Sockel. Konkret: Sockel 115X und Sockel 2011 / 2011-3. Darunter findet sich nichts weiter als der Kühler selbst; und dort offenbart sich auch, wie im Falle eines AMD Sockels montiert wird: Die Bügel zur Montage an der Standardhalterung sind bereits angeschraubt. Der Lüfter ist natürlich, wie bei den meisten CPU Kühlern, bereits vormontiert. Das spart Platz in der Verpackung und uns Arbeit bei der Montage.

    zubehör.jpg

    Äußerer Eindruck
    Der Ben Nevis Advanced ist gegenüber seinem kleineren Bruder um 20mm in der Höhe und 10mm in der Breite, aber nur einen Millimeter in der Tiefe gewachsen. Dazu haben ihm seine Hersteller eine weitere Heatpipe verpasst, zur besseren Verteilung der Wärme über die gewachsene Lamellenfläche. Vor uns steht also ein Kühler mit den Abmessungen 130x159x74mm (BxHxT), belüftet mit einem 120/140mm Lüfter. Dieser ist, wie schon beim kleineren Bruder, konisch geformt und weist daher am Luftausgang einen kleineren Durchmesser als auf der Lufteingangsseite auf.
    Der Fuß des Kühlers ist asymmetrisch: Auf diese Weise rückt der Lüfter so weit über den Sockel, dass Probleme mit hohem RAM von vornherein direkt ausgeschlossen werden können. Die Heatpipes durchlaufen den Fuß als „Direct-Heatpipe-Touch“ Variante, d.h. sie werden direkt auf der CPU aufliegen. Als Besonderheit sei noch hervorgehoben, dass der Kühler in der Mitte über einen Stehbolzen verfügt, der die Stabilität des Kühlers beim Transport des PCs verbessern soll. Diese Stütze scheint aus massivem Aluminium gefertigt zu sein.

    front.jpg hinten.jpg oben.jpg seite.jpg sockel-warnung.jpg

    Montage
    Die Montage auf unserem AM2+ Testsystem gestaltet sich hier besonders simpel: Wir brauchen nicht mal einen Schraubendreher. Eine Erbse Wärmeleitpaste aus der mitgelieferten Tüte auf die CPU quetschen, Kühler schräg draufstellen, einen Bügel unter das Retention Module haken, Kühler runterdrücken, andere Seite unterhaken. Fertig.
    Im Falle eines Intel-Systems muss dann doch ein Schraubendreher her, dafür muss zunächst der Kühler von den AMD-Bügeln befreit werden, und dann mit den entsprechenden Intel-Blechen bestückt werden. Anschließend muss der Kühler mit der mitgelieferten Backplate verschraubt werden. Schwierig ist das auch nicht, und hier geht’s sogar ohne Ankippen des Kühlers, was uns besser gefällt.
    Vor allem bei der Demontage kommt (zumindest bei unserem Testsystem, lt. EKL eher nicht bei "frischen" Boards) gerne mal die AMD-CPU mit aus dem Sockel. Bei Schräglage bedeutet das verbogene Pins. Wir hatten indes Glück und es trennte sich zuerst der Kühler von der CPU, sodass keine Pins verbogen wurden.

    sockel-wlp.jpg sockel-wlp-closeup.jpg montiert.jpg montiert-sockel-closeup.jpg RAM-kompatiblität.jpg

    Testmethodik
    Für unsere Kühlertests verwenden wir einen gehäuselosen Aufbau mit einem Gigabyte GA-MA770 UD3 und einem Phenom X4 9550 mit 95W TDP, einen Phenom X4 9850 mit 125W TDP oder gar einen Phenom X4 9950 mit brutalen 140W TDP, je nach TDP-Freigabe der zu testenden Kühler. Den gehäuselosen Aufbau verwenden wir, weil verschiedene Gehäuse mit unterschiedlichen Lüfterbestückungen jeweils sehr großen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben können. Der Testaufbau wird ergänzt durch ein abseits platziertes und nahezu geräuschloses Cougar VTX400 Netzteil, dessen Lüfter bei Bedarf angehalten wird, sowie eine passiv gekühlte Sapphire HD6450 Flex und eine SSD, wodurch wir die Geräuschentwicklung des jeweiligen CPU-Kühlers ohne äußere Einflüsse feststellen können. Um die CPU wirklich voll zu belasten, verwenden wir den prime95 und wählen hier den "smallFFT" TortureTest aus. Dieser Test läuft rund 10 Minuten. Die Temperaturen lesen wir mittels hwmonitor an der CPU-Diode des GA-MA770-UD3 aus. Zur Kontrolle loggt auch Aida64 diese Daten im Hintergrund mit.

    Die Rahmenbedingungen für diesen Test liegen bei 24°C Zimmertemperatur.

    standard-aufbau-ets-t40.jpg
    Standardaufbau mit Enermax ETS-T40

    Die Kühlleistung wird in mehreren Schritten gemessen:
    1. Kühlleistung unter Verwendung der PWM-Funktion des Mainboards.*
    2. Kühlleistung bei einer gefixten Drehzahl von 1500 rpm
    3. Kühlleistung bei einer gefixten Drehzahl von 1000 rpm

    *Unter PWM-Einstellung regelt unser Gigabyte GA-MA770 UD3 die Drehzahl der Lüfter selbständig je nach Temperatur. Das BIOS versucht dabei, nach fest vorgegebenen Parametern auf entstehende Temperaturen zu reagieren und gibt "hochregeln" oder "runterregeln" als Signal über die PWM-Steuerung an die Lüfter. Mit welcher Drehzahl und mit welchen Drehzahlsprüngen die Lüfter reagieren, liegt an ihrer Auslegung durch den Hersteller, unser Testsystem hat hierauf keinen Einfluss.

    Wir verwenden für die Belastungstests unseren Phenom X4 9850.

    Belastungstests
    Idle
    Nach einer halben Stunde Standzeit messen wir:
    32°C bei 800rpm und 18dbA.
    upload_2017-6-5_15-49-16.png upload_2017-6-10_15-24-55.png

    PWM, 1 Lüfter
    52°C bei 1330rpm und 23dbA
    upload_2017-6-5_15-49-58.png upload_2017-6-10_15-25-20.png

    Fixed 1: 1200rpm
    53°C bei 22dbA
    upload_2017-6-5_15-51-42.png upload_2017-6-10_15-25-59.png


    Fixed 2: 800rpm
    59°C bei 18dbA
    upload_2017-6-5_15-52-46.png upload_2017-6-10_15-26-22.png

    Abschließende Gedanken

    In den Belastungstests platziert sich der Ben Nevis Advanced im Mittelfeld. Auffälligkeiten gibt es keine, bis auf den wirklich lobenswert leisen Lüfter. Dieser erfüllt die Angaben auf der Packung von 8-25dbA vollends, und katapultiert sich damit in den Lautstärkemessungen an die Spitze. Einen neueren Phenom II X6 1055t mit ebenfalls 125W TDP konnte der Ben Nevis noch besser kühlen, hier schlugen maximal 49°C im PWM-Betrieb zu Buche.
    Mit einem modernen Intel oder Ryzen Prozessor sollte der Kühler also keinerlei Probleme haben. Zumindest solange, wie nicht massiv übertaktet wird: ein Ryzen mit 4GHz bringt dann schon bis zu 180W ins Rennen.
    Lediglich bei den Haltebügeln für AMD Sockel hätten wir uns eine zweite Daumenauflage gewünscht, sodass sich der Kühler gerade und gleichmäßig aufsetzen und befestigen lässt.

    lamellen-closeup.jpg oben-closeup.jpg

    banner1.jpg
    Fazit
    Der Ben Nevis Advanced ist ein guter Kühler für Systeme bis 125W TDP. Außerdem ist er gut geeignet für kleine Mainboards und gleichzeitig große RAM Module, da er aufgrund seiner asymmetrischen Form kaum über die freie Sockel-Fläche hinausragt. Die Installation in einem kleinen mATX oder ITX Gehäuse wird nur durch die Höhe von 159mm beschränkt.
    Wir verleihen dem Kühler vor allem aufgrund seines absolut leisen Betriebs den Silver-Award; und aufgrund des Preises von nur 29,99€ auch den Preis-/Leistungs-Award!

    [​IMG] [​IMG]

    Der Kühler ist sofort verfügbar: EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced Preisvergleich | Geizhals Deutschland

    Fürs Cofo-Team,
    kingspride aka William
     
    klause hat sich bedankt.

Kommentare

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