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[Review] bequiet! Dark Power Pro 10 850 W - Konsequent High-End

Dieses Thema im Forum "Reviews: Hardware" wurde erstellt von DarknessFalls, 16 März 2015.

By DarknessFalls on 16 März 2015 um 23:25 Uhr
  1. DarknessFalls

    DarknessFalls Demon to some...
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    Der Name der deutschen Marke bequiet! steht seit Jahren für hochwertige PC-Hardware. Neben den hervorragenden Kühlern der Schleswig-Holsteiner kommen eigentlich jedem hardwareinteressiertem User sofort die erfolgreichen Netzteile in den Sinn, was kein Wunder ist, ist man doch in diesem Bereich seit bereits 2007 unangefochtener deutscher Marktführer. Wir bekamen nun, nach mehreren Kühlerreviews, in denen die bequiet!-Produkte allesamt einen Award mit nach Hause nehmen konnten, die Möglichkeit eines der wohl hochwertigsten Netzteile am Markt näher unter die Lupe zu nehmen. In den Ring steigt das bequiet! Dark Power Pro 10 in der Variante mit 850 Watt.

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    Wir bedanken uns bei bequiet! für die Bereitstellung unseres Pressesamples!


    Erster Eindruck:

    Bereits bei der Inaugenscheinnahme der Verpackung des bequiet!-Netzteils sollte jedem auffallen, dass wir es hier mit einem hochwertigen, hochpreisigen Vertreter seiner Zunft zu tun haben. bequiet! gönnt der hauptsächlich in Schwarz- und Grautönen gehaltenen Verpackung einen Tragegriff, so dass das Netzteil wie in einem Koffer getragen werden kann.

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    Im Karton selbst ruht das mit 150x86x190mm sehr lang ausfallende Netzteil eingebettet in weichen Schaumstoff, Zusatzmaterial wird in einer gesonderten Box innerhalb der Verpackung aufbewahrt - und dieses Zusatzmaterial ist reichlich. Da es sich beim Dark Power Pro 10 mit 850 Watt um ein (nicht ganz) vollmodulares Netzteil handelt, finden wir in der Box vorrangig Kabel, die an den vorhandenen zehn Steckplätzen des mit 80plus Platin zertifizierten Stromspenders neben dem fest montierten ATX-Kabelstrang anzubringen sind.

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    Wer nun der Meinung ist, dass bei zehn Steckplätzen auch zehn Kabel vorhanden sein sollten, wird erstaunt sein: Die Auswahl umfasst ganze fünfzehn verschiedene Kabel, die schlussendlich folgende Anschlussmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Kombinationen anbieten:

    - 9 Molexstecker
    - 9 SATA
    - 2 FDD (Floppy)
    - 6 6+2pin PCIe
    - 1 6 pin PCIe
    - 1 P4 Mainboardstecker
    - 1 EPS Mainboardstecker
    - 1 Molex Mainboardstecker

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    Interessant hierbei ist, dass bequiet! Kabel in verschiedenen Längen bereitstellt, dazu auch jeweils ein Kabel mit nur einem einzelnen SATA- und Molex-Anschluss, was gerade Freunden von Kabelmanagement sehr entgegen kommen sollte. Die Längen der Kabel sind vorbildlich. Das ATX-Kabel bringt bereits satte 60cm mit, die beiden verschiedenen Kabel für die CPU-Spannungsversorgung gar 70cm. Die SATA- und Molex-Kabel variieren wie bereits angedeutet in ihrer Länge: Je nachdem, welches man auswählt, erhält man zwischen 60 und beeindruckenden 120cm (!) Kabelstrang! Alle Kabel rasten in den dafür vorgesehenen Buchsen passgenau und satt ein. Sie können bei Bedarf durch etwas kräftigeren Druck auf eine Nase am Stecker wieder entfernt werden.

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    Als weitere Kabel finden sich vier Anschlusskabel mit im Karton, mit deren Hilfe sich Lüfter direkt an das Dark Power Pro anschließen und darüber steuern lassen.

    Interessant ist eine Besonderheit im Lieferumfang: In der Packung findet sich eine Slotblende mit einem "OCK" benannten Schalter. Hinter diesem Schalter verbirgt sich der sogenannte "Overclocking-Key", der mitnichten zu einer "Übertaktung" des Netzteiles selbst führt, sondern ein für Overclocker interessantes Feature bereitstellen soll; er schaltet die vier einzelnen 12V-Rails des Dark Power Pro 10 850W zu einer einzelnen, besonders starken Schiene zusammen. Was das in der Praxis bringt, werden wir natürlich später im Testverlauf noch näher beleuchten.

    Neben dem üblichen Stromkabel und einer im Umfang beeindruckenden Anleitung zum Netzteil im Heftformat finden sich auch Schrauben für die Montage im Karton - aber nicht nur vier Stück, nein, bequiet! liefert, falls eine verloren gehen sollte, gleich fünf mit dem Netzteil aus. Und falls man das Netzteil öfter mal ein- und ausbauen möchte, kein Problem, neben den normalen Schrauben liegen noch gleich Rändelschrauben für eine alternative Montage mit im Karton.

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    Das Netzteil selbst ist nicht nur von den Maßen her ein echter Brocken, kräftige 4600g bringt das Dark Power Pro ohne angesteckte Kabel auf die Waage. Das Gehäuse ist penibelst verarbeitet, die Materialwahl ist erstklassig. Jeweils die Front um den Luftauslass, als auch die Rückseite des Netzteiles an den Kabelanschlüssen ist mit einem gummierten Rahmen eingefasst, so dass das Netzteil ob montiert oder auf dem Tisch stehend stets entkoppelt ist und so Vibrationen und Geräusche minimiert werden können. Hinter silbern polierten Metallstreben ruht ein 135mm messender SilentWings-Lüfter aus eigener Produktion, der uns schon von unseren Kühlerreviews in guter Erinnerung geblieben ist und leisen Betrieb vermuten lässt.

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    Die Äußerlichkeiten stimmen also, Qualität, verwendete Materialien, Haptik und die hochwertige Optik wissen zu überzeugen - doch viel interessanter, gerade bei Netzteilen, die oftmals über Wohl und Wehe des Systems entscheiden, sind die inneren Werte.


    Blick auf die Elektronik:

    Nach dem Öffnen können wir den renommierten Netzteilhersteller Seasonic als OEM ausmachen, was für eine hochwertige Basis beim Dark Power Pro spricht.

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    Am AC-Inlet befindet sich direkt ein Netzfilter, von dort geht es zu einem allpoligen Schalter. Als kleines aber häufig vergessenes Details wurde hier alles sauber isoliert und es sind keine offenen Kontaktstellen auszumachen. Danach geht es direkt auf eine hochwertige FR4 Platine. Während bei günstigen Netzteilen häufig platinen aus Hartpapier zum Einsatz kommen, so hat man es mit einer in Epoxidharz getränktes Glasfasergewebe zu tun, welches neben schwerer Entflammbarkeit eine höhere Spannungsfestigkeit aufweist. Auf der Platine finden wir weitere Teile des Netzfilters.

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    Als Primärseitige Schutzmechanismen können wir eine Schmelzsicherung gegen Kurzschlüsse ausmachen, ein Thermistor gegen zu hohe Einschaltstörme und einen MOV als Überspannungsschutz.
    Als Primärkondensatoren kommen zwei Modelle von Nippon Chemicon zum Einsatz mit einer Kapazität von 390µF und einer Spannungsfestigkeit von 420V.

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    Sekundärseitig können wir bis auf ein paar japanische Elkos Feststoffkondensatoren von Nippon Chemicon ausmachen. Auch hier wiederspiegelt sich die hohe Bauteilqualität. Die DC-DC Wandler befinden sich direkt auf der Anschlussplatine, sodass nur die 12V Leitungen von der Hauptplatine zur Anschlussplatine verlegt werden müssen.

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    Ein PS232F stellt alle notwendigen Schutzschaltungen bereit.

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    Das Netzteil wird durchweg aktiv gekühlt. Als Lüfter kommt ein beQuiet Silentwings zum Einsatz, welcher sich während des gesamten Tests als wahrlicher Leisetreter entpuppt hat. Selbst bei hoher Belastung drehte der Lüfter nicht auf und war kaum wahrnehmbar.

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    Abschließend noch die versprochene Betrachtung des OCK-Features: Mit dem "OCK" wird das Netzteil zu einem Single Rail Netzteil, wodurch der Triggerpunkt der OCP geändert wird. Hierdurch ist es möglich z.b. die ohnehin schon starken 12V Schienen mit 30A respektive 45A zu einer einzelnen 70A Schiene zusammenzufassen - allein dieser schiere Zahlenwert sollte ehrfurchtgebietend sein.
    Mit dieser Funktion richtet sich Listan an die Extremoverclocker, welche ihre CPUs mit Stickstoffkühlungen betreiben und für welche selbst 30A (360W) für die CPU alleine nicht mehr ausreichend sind. Für den Betrieb in einem "normalen" System empfehlen wir dringend, den "OCK" nicht zu aktivieren, da sonst enorm hohe Ströme fließen müssen, damit das Netzteil überhaupt abschaltet. Dadurch wäre es durchaus denkbar, dass Hardware bereits Schaden nimmt, bevor Sicherheitsmechanismen überhaupt greifen. Es ist und bleibt ein Feature für Enthusiasten und Benchmarkruns, nicht für den Alltag als Gaming-PC.


    Testkonzept & Messungen:

    Grundsätzliches zu Netzteiltests:

    Netzteiltests gehören zu den komplexesten Hardwaretests um den Computer herum, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag.

    Mit entsprechendem Budget oder einem großzügigen Sponsor im Rücken kann sich ein Tester mit einer professionellen Teststation über das Netzteil hermachen - hiermit verlässliche Ergebnisse zu erzielen ist ein Leichtes, lassen sich doch so die einzelnen Leitungen (sowohl die wichtige 12V-Schiene, als auch die heutzutage kaum noch genutzten 3.3V und 5V Rails) des Netzteils gezielt bis zum Anschlag ausfahren. Leider bewegt man sich beim Anschaffungspreis einer solchen Teststation im oberen vierstelligen Bereich; eine Kosten-Nutzen-Rechnung, die für uns und viele andere Testseiten im Internet nicht aufgeht.

    Dies ist der Grund, aus dem im Internet unzählige Testberichte kursieren, in denen die Netzteile mit handelsüblicher Hardware möglichst weit ausgelastet werden, hierbei wird der Verbrauch an der Steckdose gemessen. Häufig ist es dabei jedoch so, dass Netzteile der Post-500-Watt-Klasse mit einer Mittelklasse Single-GPU und einer CPU der 95W-TDP-Klasse belastet werden. Über eine so erzeugte Last von vielleicht 300-350 Watt werden zumindest Markennetzteile meist nur müde lächeln - man erhält so keine verlässlichen Angaben über die tatsächliche Leistung. Das Verbrauchsmessgerät an der Steckdose zeigt zwar bereits jenseits der 400 Watt Last an, bereinigt man diesen Wert aber um die Effizienz des Netzteiles, sieht das Ergebnis wiederum deutlich anders aus.

    Aus diesen Gründen gehen wir folgendermaßen vor:


    Testmethodik:

    Man nehme eine leistungshungrige CPU, hier einen AMD Phenom II X4 965 C2 mit einer Klassifizierung von bereits 140W TDP und fahre sie mit Overclocking und Overvolting voll aus, damit sie noch mehr Leistung verbraucht.

    Hinzu nimmt man eine oder zwei verschwenderische Grafikkarten, hier wahlweise eine oder zwei ATi Radeon HD2900 XT im Crossfirebetrieb mit einer Leistungsaufnahme von jeweils deutlich jenseits der 200 Watt und übertakte auch diese, damit sie mehr Leistung verbrauchen.

    Und sollte alles noch nicht reichen, halte man noch eine ATi Radeon HD4870 PCS der Firma Powercolor in Reserve.

    Mit dieser Hardware können nun extrem hohe Lasten erzeugt werden, im Test befindliche Netzteile werden zuverlässig bis oder über die Belastungsgrenze hinaus ausgelastet.

    Gemessen wird mit einem VC Energy Monitor 3000 um die Leistungsaufnahme des Systems und den Leistungsfaktor zu ermitteln. Zum Ermitteln der Spannungsverläufe, bei unterschiedlichen Belastungen, werden mehrere Digitalmultimeter(DMM) verwendet. Dabei müssen sich die Spannungen, laut ATX-Spezifikation, selbst bei hoher Last innerhalb einer Toleranz von +-5% befinden. Dies bedeutet für 12V, dass die Spannung zwischen 11,4V und 12,6V liegen muss und 4,75V und 5,25V bei 5V.


    Anpassungen:

    Da das bequiet! Dark Power Pro 10 ein äußerst leistungsstarkes Netzteil ist, erweitern wir extra für dieses Netzteil unsere Möglichkeiten der Lasterzeugung noch weiter. Zu unseren beiden zwar alten, aber höchst stromhungrigen Radeon HD2900 XT gesellt sich ein weiteres Exemplar dieser Gattung, was in einem stromverschwendenden Triple-Crossfire mündet.

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    Messungen

    Spannungsverläufe

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    Trotz hoher Last bleibt die Spannung über den gesamten Testzeitraum sehr stabil, das Maximum auf den 12V Schienen können wir mit 12,13V ausmachen, das Minimum bei 12,07V. Da wir direkt an den Anschlüssen des Mainboards und er Grafikkarte messen, zeigt uns dieser Verlauf, dass wir es mit einer sehr guten Ausregelung zu tun haben. Weiterhin lassen diese Messwerte den Rückschluss zu, dass beim Leitungsquerschnitt darauf geachtet wurde, dass dieser nicht zu knapp dimensioniert wurde. Ein zu knapp dimensionierter Leitungsquerschnitt würde unter starker Belastung zu einem stärkeren Spannungsabfall sowie zu einer Erwärmung der Leitungen führen. Beides können wir hier folglich nicht verzeichnen.

    Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC) erreicht in der Spitze einen Wert von 0,98, damit befindet sich das Netzeil auf einem guten, wenngleich nicht perfekten, Niveau. Da in Deutschland aber die Wirkleistung und nicht die Scheinleistung vom Energieversorger berechnet wird, ist dies jedoch völlig zu vernachlässigen. Auch stellt dieser Wert für die Zuleitung keine übermäßige Belastung dar, jedoch sollte dieser Wert so nah wie möglich an "1" liegen.


    Effizienz

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    Beim bequiet! Dark Power Pro 10 850W haben wir es mit einem sehr effizienten Netzteil zu tun. Bei niedriger Last platziert sich das Netzteil zwar nur im Mittelfeld, spielt jedoch bei steigender Belastung seine Stärken aus und zeigt, dass es die 80+ Platin Zertifizierung zurecht trägt. In unserem stärksten Belastungsszenario nimmt es einem sehr guten und von uns mit unserem begehrten Diamond Award ausgezeichneten Seasonic X560 bereits 34W bei gleicher Belastung ab. Allerdings erkennt man auch hier wieder, dass ein 850W Netzteil, trotz Platin Zertifikat, nicht für PCs mit geringer Leistungsaufnahme gedacht ist. Bei "normalen" Gaming-PCs mit einer Leistungsaufnahme von ca. 300W kann sich ein für hohe Wattleistungen ausgelegtes 80+ Platin Netzteil bei der Effizienz kaum von einem Gold-Netzteil absetzen, weil es den optimalen Effizienzbereich gar nicht erreichen kann. Wir können hier immer wieder nur anraten auf die richtige Dimensionierung beim Netzteilkauf zu achten.


    Sonstige Messungen

    Beim Einschalten eines Netzteils wird eine kurze Zeit benötigt bis die Spannungen ihren Sollwert erreicht haben. Dazu wird auf die graue Leitung am 20/24Pol. ATX ein 5V Signal gelegt welches dem Mainboard signalisiert, dass die Spannungen bereit stehen und nun gestartet werden kann. Hierzu muss das Signal zwischen 100 und 500ms nach dem Starten anliegen, ist dies nicht der Fall, kann der PC den Startvorgang verweigern. Für das Dark Power Pro 10 850W konnten wir eine Zeit von 334ms ermitteln. Damit liegt das Netzteil bombensicher innerhalb der Sollwerte.

    Weiterhin überprüften wir die ErP Spezifikation. Demnach dürfen Netzteile die seit dem 01.01.2013 erscheinen mit einem ErP fähigen Mainboard eine max. Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand von 0,5W aufweisen. Auch hier erreicht man mit 0,2W diese Forderung problemlos.


    Abschließende Gedanken:

    Nach den Tests der drei bequiet!-Kühler Shadow Rock, Dark Rock 3 und Dark Rock Pro 3 sollte es dieses mal also ein Netzteil sein, das sich unseren kritischen Blicken stellen sollte. Bereits von den Äußerlichkeiten her wusste das bequiet!-Netzteil zu überzeugen, es gab für uns schlichtweg nichts zu kritisieren, das Äußere des Netzteils war bis ins letzte Detail nahe an Perfektion, die Verarbeitung umsichtig, das Design ausgeklügelt, selbst die Verpackung wusste einen bleibenden, positiven Eindruck zu hinterlassen. Der Lieferumfang mit vorbildlich langen Kabeln in einem sonst nur selten am Markt in dieser Art zu findenden Variantenreichtum in Bezug auf Variabilität bei Anschlüssen und Kabellängen, dazu die Möglichkeit, über beiliegenden Kabel bis zu vier Lüfter über das Netzteil steuern zu lassen, ergaben gelungene Beilagen auf einem reichlich garnierten Menü.

    Die verbaute Elektronik auf Basis einer Seasonic-Plattform konnte vollends überzeugen. Sowohl die aufgeräumte Platine mit umfangreichen Schutzschaltungen und hochwertigsten Komponenten, als auch der leise SilentWings-Lüfter, den wir über unsere gesamten Belastungstests nie aus der Ruhe bringen konnten, zeigen, mit wie viel Sorgfalt an das Desing und die Komponentenwahl des Dark Power Pro 10 herangegangen wurde. Auch unter der Last eines massiv übertakteten Phenom II X4 965 und dreier ebenfalls übertakteter Radeon HD2900 XT lieferten die beiden 12V-Rails des bequiet!-Netzteils stabilste Spannungen, die sich kaum veränderten und folgerichtig weit entfernt von jeglichen Toleranzgrenzen lagen.

    Besondere Features wie das an Enthusiasten gerichtete und nicht zwingend für den Alltagseinsatz zu empfehlende OCK-Feature, das die vorhandenen, bereits jede für sich starken 12V-Rails vereinigt und für satte 70A auf 12V sorgt, heben das bequiet! Dark Power Pro 10 850W von den Konkurrenten bei den teuren High-End-Netzteilen ab.

    Schlussendlich ist das Dark Power Pro 10 850W genau das, was aus den letzten Zeilen deutlich hervorgehen sollte: Ein hervorragendes, nein, ein herausragendes High-End-Netzteil für Enthusiasten, die ein sehr starkes, massiv übertaktetes System mit einem SLI oder Crossfire auf die Beine stellen wollen und auch bei Benchmarkruns an der Grenze der Belastbarkeit sicher sein wollen, dass es das Netzteil ist, das mit Sicherheit als letzte Komponente im Rechner aussteigen wird. Denn das Dark Power Pro stellt genau das bereit: Eine zuverlässige, durchdachte und bärenstarke Basis für High-End-Systeme. Auch wenn der Preis des Listan-Sprösslings selbstbewusst sein mag, wir finden, dass das Dark Power Pro 10 850W selbst diesen Betrag wert ist.

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    Fazit:

    Das bequiet! Dark Power Pro 10 850W ist ein mit 80+ Platin zertifiziertes High-End-Netzteil für Enthusiasten, das vier bärenstarke, nicht zu erschütternde 12V-Rails zur Verfügung stellt, die mittels des OCK-Features für Benchmarkruns auf eine einzelne, beeindruckende 70A stemmende Schiene zusammenfassbar sind. Die Anschlussvielfalt des modularen Netzteils sucht ihresgleichen, auch die Kabellängen mit bis zu 120cm sind als überaus vorbildlich anzusehen. Das i-Tüpfelchen schließlich ist der in jeder Lebenslage stets leise SilentWings-Lüfter aus eigener Produktion, der das Netzteil zuverlässig auf handwarmen Temperaturen hält. Alles in Allem haben wir, selbst bei kritischer Betrachtung, nichts am Dark Power Pro 10 850W gefunden, das wir bemängeln könnten. Folgerichtig geben wir dem Netzteil aus dem hohen Norden Deutschlands unseren begehrten Diamond Award mit auf den Weg, was durchaus als ehrfürchtige Verbeugung vor diesem starken Stück High-End-Technik zu verstehen ist.

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    Das bequiet! Dark Power Pro 10 850W ist aktuell ab ca. 187 Euro im Handel erhältlich.

    Zur Diskussion geht es hier entlang: http://www.computerforum.de/threads...!-Dark-Power-Pro-10-850-W-Konsequent-High-End
     

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