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[Review] Club3D R9 285 royalQueen - angenehmes Mainstream

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von kingspride, 21 Feb. 2015.

By kingspride on 21 Feb. 2015 um 16:23 Uhr
  1. kingspride

    kingspride Spam König

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    Club3D R9 285 royalQueen im Test

    5 Monate ist es her, seit wir unser Debut mit der R7 265 von Club3D im Grafikkartenbereich begangen. Heute ist es wieder so weit, wir bekamen erneut Post von Club3D – im Paket befand sich die relativ neue R9 285 mit Tonga Chip. Im Falle von Club3D bekam sie den Namenszusatz „royalQueen“, genau wie die R7 265 zuvor schon.
    Mit Tonga hat AMD einen Chip auf den Markt gebracht, der in den Leistungsbereich der R9 280 bzw. GTX760 fallen soll, und wahrscheinlich auf längere Sicht auch erstgenannte Karte ersetzen wird. In den vergangenen Wochen konnten wir jedenfalls bereits einen Rückgang der Verfügbarkeit bei den Modellen der R9 280 beobachten.
    Im Folgenden werden wir klären, wie sich Tonga im Allgemeinen und die royalQueen im Speziellen schlägt.
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    Wir danken Club3D für die Bereitstellung unseres Pressesamples.



    Erster Eindruck / Impressionen
    Die R9 285 royalQueen kommt im üblichen Farbschema von Club3D daher; sie ist hauptsächlich in schwarz gehalten, und dann mit verschiedenen weiß/roten Schriftzügen und Linien verziert. Der „CoolStream“ getaufte Kühler verfügt über 3 Heatpipes, 2 davon in 6mm-Ausführung, die Mittlere fällt etwas kleiner aus. Club3D hat die Karte darüber hinaus mit 2 Axial-Lüftern ausgestattet. Die Kühlerabdeckung ist diesmal nicht in Metall ausgeführt, sondern in Plastik. Das finden wir etwas schade, dennoch macht das ganze Ensemble einen sehr stabilen Eindruck. Nichts biegt sich, nichts verschiebt sich. Das PCB ist ebenfalls in schwarz ausgeführt. Auf Seiten der Slotblende finden wir die heute übliche und weit verbreitete Anschlusskonfiguration: 2x DVI übereinander, daneben HDMI und Displayport. Einer der DVI Ausgänge ist zudem so ausgeführt, dass über einen DVI-A zu VGA Adapter auch noch ein analoges Bild ausgegeben werden kann. Die Karte nimmt genau 2 Slots ein, wobei auf keiner Seite etwas übersteht. Die Heatpipes wurden in Richtung PCIe-Anschluss verlegt. Zu guter Letzt finden wir 2 PCIe 6pin Anschlüsse an der Seite. Das sollte beim Kabel verlegen und in engen bzw. kurzen Gehäusen ein Vorteil sein.

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    Testumgebung

    Hardware:
    • AMD FX-8350 @ Stock
    • beQuiet! DarkRock 3
    • MSI 990FX GD65
    • 8GB DDR3-1066 RAM (Hynix & Kingston)
    • Arctic Fusion 550-EU
    • Samsung HD502IJ 500GB als Systemlaufwerk
    Plus die zu testende Grafikkarte.
    Wir testen in einem sehr leisen Raum, bei 22°C Raumtemperatur und mit einem offenen Aufbau.
    Wir haben zudem im Vergleich zum vorhergehenden Review einige geringfügige Änderungen am Testsystem vorgenommen. Davon sollten die Ergebnisse allerdings nicht betroffen sein. Konkret haben wir den Prozessor, die Festplatte, das Netzteil und den CPU Kühler getauscht. Bis auf die Festplatte sollten die neuen Komponenten noch leiser sein als die zuvor Verwendeten. FX8320 und FX8350 sind baugleich, und unterscheiden sich nur in der angelegten Taktrate. Das kommt den Benchmarks jedoch nur entgegen.

    Messgeräte:
    • Dodocool GM900, Infrarotthermometer
    • Dodocool GM1357, für Lautstärkemessung
    • No-Energy 3680+, für Leistungsaufnahme
      Software:
    • Windows 8.1 64bit
    • AMD Catalyst Omega 14.12
    • Nvidia Geforce 347.52 WHQL
    • CPUID HWMonitor
    • CPUID CPU-Z
    • CPUID GPU-Z
    • Fraps
    • MSI Afterburner 4.1.0

    Konzept:
    Wir führen unsere Tests in einem offenen Aufbau durch, da Gehäuse im Allgemeinen einen recht großen Einfluss auf die Ergebnisse haben können. Die Raumtemperatur liegt dabei bei 22°C, und die Umgebungslautstärke unter 27db (unterer Grenzwert des Messgeräts); diese unterschreitet unser Testraum deutlich.
    Während der Benchmarks lesen wir die Systemsensoren aus, und messen zusätzlich mit dem Infrarotthermometer kritische Stellen wie Chip und VRAM, wobei die Rückseite des PCBs den Messpunkt darstellt.
    Maximaltemperatur und in Folge dessen auch Maximaldrehzahl / Lautstärke des Lüfters messen wir mithilfe des Programms Furmark. Es lastet ausschließlich die Grafikkarte zu 100% aus. Zusätzlich unterbinden wir ggf. die Manipulation durch den Treiber durch Anheben des Power-Limits, sodass die Karte wieder bis zur vollen Taktrate boostet.
    Störquellen werden durch einen guten CPU Kühler, sehr geringe Lüfterdrehzahl und ein Netzteil mit quasi unhörbarem Lüfter sowie einer entkoppelten HDD vermieden. Sollten diese dennoch einen Störeinfluss bilden, halten wir die Lüfter eine Zeit lang an und ziehen die Stromzufuhr der HDD ab. Andere Geräusch- oder Wärmequellen außer uns selbst sind nicht vorhanden.
    Gemessen wird in genau einem Meter Abstand, etwas oberhalb des Testsystems.

    Temperatur, Lautstärke und Leistungsaufnahme
    Die R9 285 royalQueen ist standardmäßig mit max. 945MHz Core- und 1375MHz Speichertakt konfiguriert. Sie verfügt über 2GB GDDR5 vRAM, die mit einem 256bit breiten Speicherinterface angebunden sind. Ihr fehlt im Vergleich mit der R9 280 also 1GB RAM und auch das Speicherinterface ist etwas kleiner geworden. Tonga verfügt aber über die gleiche Anzahl Shadereinheiten, genauer gesagt 1792.
    Temperatur und Leistungsaufnahme:
    Für die Idle-Messung lassen wir das ganze System rund 20 Minuten stehen, und führen dann unsere Messung durch.
    Die Karte bleibt, wie erwartet, fast unhörbar. Wir messen <27dB(A). Laut Handy (HTC 8x) erreichen wir bei absoluter Bewegungslosigkeit unsererseits sogar nur 11dB.
    Die Temperaturen liegen dabei bei rund 30°C. Die Lüfter drehen währenddessen mit 1550rpm.
    AMDs Zero Core Power Feature können wir ebenfalls beobachten, und stellen dabei erfreut fest, dass, sobald der Monitor ausgeschaltet wird, auch die Grafikkarte „schlafen“ geht. Die Lüfter schalten sich dabei erfreulicherweise ab. Das funktioniert aber leider nur, wenn wirklich nichts Animiertes auf dem Desktop angezeigt wird.
    Widmen wir uns nun den Maximalwerten:
    Powerlimit auf +20% setzen und Furmark starten. Schnell erreichen wir 50°C, danach steigt die Temperatur in moderater Geschwindigkeit weiter bis auf 70°C. Dort bleibt sie dann wie angenagelt stehen. Die Geräuschkulisse ist derweil angenehm, es entwickelt sich kein nerviges Geräusch. Man vernimmt nur das Luftrauschen und das Sirren der Lüftermotoren. Wer Gigabytes Windforce-Kühler bereits kennt, fühlt sich hier erinnert. Allerdings arbeitet Club3Ds Lösung gut 2/3 leiser. Wir messen 39dB (HTC 8x). Schaltet man das Power-Target auf 0%, so drosselt der Treiber die Taktrate auf 878MHz, und die Temperatur der Karte bleibt bei 65°C, die Lautstärke bleibt hier bei 39dB (HTC 8x). Das subjektive Geräusch nimmt aber merklich ab.
    Schaltet man die Lüfter manuell auf 100%, wird das Motorensirren sehr deutlich. Wir messen dennoch lediglich 45dB.
    Im Spielbetrieb gestaltet sich alles moderater: die Motoren sind nur noch schwach wahrzunehmen, die Temperaturen bewegen sich um 60°C und wir messen nur noch 36dB.

    Leistungsaufnahme:
    Die Leistungsaufnahme erfassen wir parallel zur Lautstärke- und Temperaturmessung. Es kommen also wieder die gleichen Tools zum Einsatz.
    Hier ist zu beachten, dass wir leider lediglich die Möglichkeit haben, an der Steckdose zu messen. Unser Netzteil erfüllt die 80+ Spezifikation und erreicht somit eine Effizienz von 82-85%.
    Im Idle messen wir 67W. Greift AMDs Zero Core Power, sinkt der Verbrauch nochmals um 10W ab auf 55W. Leider funktioniert dieser schon nicht mehr, wenn animierte Fenster oder der Internet Explorer geöffnet sind. Unter Chrome funktioniert das Feature jedoch, solang eine stille Website dargestellt wird.
    Unter Furmark und mit +20% verbraten wir 309W, mit seltenen Spitzen in Richtung 320W. Dieser Wert stellt das absolute Maximum für diese Karte dar.
    Im Spiel- und Benchmarkbetrieb zeigt sich die R9 285 genügsamer: Im Valley Benchmark messen wir 265W, in Metro 2033 knapp 300W, mit kleinen Ausreißern nach unten.

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    Benchmarks
    Wir haben uns bemüht, einen ausgewogenen Mix verschiedener DirectX11-Spiele zu finden. Mantle ist ebenfalls vertreten, und wird in einem gesonderten Fall mitgetestet. Spiele mit DirectX 9 und 10 testen wir mit Absicht nur sehr wenige, da diese in der Regel nur noch selten vertreten bzw. so alt sind, dass man selbst mit aktuellen low-end Karten in 1080p recht häufig dreistellige fps Zahlen erblickt. So erreichten wir in Half-Life 2 mit der R7 265 300fps, und stießen damit scheinbar an die Grenzen der alten Source-Engine.
    Alle Testsequenzen bzw. spielinternen Benchmarks werden dreimal durchlaufen. Bei Spielen, bei denen wir ein CPU-Flaschenhals befürchten, übertakten wir unseren FX 8350 auf 4,5GHz. In allen Benchmarks wird die heute mit Abstand am häufigsten vertretene Auflösung FullHD, also 1920x1080p, verwendet. Wir möchten so nah am echten Anwendungsfall bleiben, wie es nur möglich ist.

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    Skyrim
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    Die Open World Spiele werden in unserem Test von Bethesdas Skyrim repräsentiert. Unsere 97 Sekunden lange Testsequenz führt uns vorbei an einem Fluss, Wasserfall, entlang an einem Berg und bis zu einer Brücke.
    Wir verwenden das Vanilla-Skyrim in der aktuellsten Version.
    Ein Problem, auf das man beim Benchen mit Skyrim recht schnell trifft, ist das eingebaute fps-Limit von 60fps. Zum Glück lässt sich dieses durch einige manuelle Änderungen in den Konfigurationsdateien des Spiels aus dem Weg räumen. Wobei allerdings die Physik dann teilweise merkwürdige Aussetzer zeigt… sei’s drum, wir kommen endlich über 60fps.

    Die R9 285 schlägt die R9 280 mit knappem Vorsprung. Wir erreichen im Schnitt 66fps gegenüber 60fps. Die minimalen 35fps werden nur selten erreicht und bewegen sich noch in einem akzeptablen Rahmen. Skyrim gehört zu den wenigen Spielen, die auch mit geringeren Frameraten noch gut zu spielen sind. Auch an der GTX760 zieht die R9 285 damit vorbei.
































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    Grid 2
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    In Grid 2 verwenden wir den integrierten Benchmark. Alle Grafikeinstellungen werden maximiert. Lediglich die Intel HD Grafik-spezifischen Einstellungen bleiben gezwungenermaßen deaktiviert.

    Es ist eine Gradwanderung: 50fps im Durchschnitt sind eigentlich noch ziemlich flüssig, und die Maximalwerte von 60fps machen den subjektiven Eindruck noch besser. Doch leider bekommen wir auch regelmäßig die Kehrseite der Medaille zu Gesicht: Ist viel Rauch oder eine überdurchschnittliche Anzahl an Zuschauern und Gegnern sowie enge städtische Gassen zu sehen, fallen die Frameraten auf 43fps zusammen, und wirkt damit schon nicht mehr ganz so flüssig. Die R9 285 schlägt sich hier schlechter als die R9 280 und auch knapp die GTX760. Eine Reduzierung der AA-Stufe auf 4x sollte allerdings ohne sichtbaren Qualitätsverlust für problemfreien Spielbetrieb sorgen.

































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    Crysis 3
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    In Crysis 3 gehen wir einen etwas anderen Weg als die meisten anderen Redaktionen. Zwar testen wir im selben Level, aber unsere Testsequenz dauert statt der üblichen 20 Sekunden Anderer wieder satte 97 Sekunden. Crysis hat seit jeher die Angewohnheit, sowohl CPUs als auch GPUs zum Frühstück zu verspeisen, ganz egal in welcher Preisklasse sie angesiedelt sind, und das löblicherweise trotz Konsolenumsetzung. Für GPUs der Oberklasse sehen wir uns gezwungen, die CPU ein wenig zu übertakten, um einen etwaigen Flaschenhals auszuschließen. Hier setzen wir alle Settings auf Max, ausgenommen die Bewegungsunschärfe (Mittel, da unserer Meinung nach nicht mehr benötig wird. Alles darüber führt zu anstrengenden Bildern und entspricht somit nicht unserer Vorstellung von grafischem Maximum: möglichst natürliche Darstellung).

    Crysis 3 macht seinem Ruf alle Ehre und treibt die Frameraten außerhalb des spielbaren Bereichs. Wir erreichen im Durchschnitt gerade einmal gute 21fps. 60fps zu erreichen, könnte mit reduziertem AA und auf Mittel zurückgenommenen Einstellungen aber möglich sein.
    Hier schneidet die R9 285 erneut schlechter ab als die R9 280, und balgt sich mit der GTX760. Diese ist zwar im Schnitt minimal schneller, erreicht dafür nicht ganz so hohe Maximalwerte.































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    Mafia 2
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    Das einzige DX9 spiel in unserem Parcours. Hier verwenden wir den internen Benchmark, und maximieren wieder alle Einstellungen. PhysX bleibt selbstverständlich deaktiviert, da dies ein Nvidia-exklusives Feature ist und, sofern es nicht auf einer Nvidia GPU ausgeführt wird, künstlich bremst. Gleiche Chancen für alle, also aus damit.
    Da der interne Benchmark von Mafia 2 eher mehr darstellt, als man im normalen Spielbetrieb je zu sehen bekommt, ist das Benchmarkergebnis als sichere Basis zu betrachten. Schafft eine Karte hier genug, wird man im Normalbetrieb keine Enttäuschung erleben.

    Die R9 285 macht kurzen Prozess mit dem alten Konsolenport und produziert durchschnittlich 71fps, maximal sogar 94. Seltsamerweise sind einige Drops auf 47fps zu sehen; diese sind aber im normalen Spielbetrieb nicht zu entdecken. In Mafia 2 ergibt sich ein mittlerweile fast erwartetes Bild, die 285 läuft der 280 und der 760 wieder etwas hinterher.
































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    Farcry 3
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    In Farcry 3 drehen wir alle Settings komplett auf und nehmen lediglich die Kantenglättung auf 4xMSAA zurück. Unsere Benchmarksequenz ist wiedermal 97 Sekunden lang. Sie besteht aus Teilen der allerersten Mission mit Dennis. Sie beginnt an dem Punkt, an dem wir mit einer Pistole bewaffnet am Rande Amanakis auf den ersten Radiotower losgelassen werden und endet auf eben dessen Spitze. Dazwischen gibt es jede Menge Sprints, ein spannendes Feuergefecht mit einer Schlange am Fuße des Towers, eine Kletterpartie den Turm hinauf und zum Abschluss einen schönen Rundumblick in die Ferne.

    Farcry 3 gehört auch heute noch zu den performanceintensivsten Spielen auf dem Markt. Testkandidat R9 285 schlägt sich passabel, wir sehen im Schnitt 45fps. Erfreulich ist, dass der Minimalwert kaum darunter liegt, was zu einem runden Gesamteindruck führt.































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    Anno 2070
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    Eine Benchmark-Sequenz für Anno 2070 zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir haben uns letztendlich dazu entschieden, einen nicht allzu weit gespielten Spielstand in friedlicher Umgebung zu nutzen, und fahren dann über 97 Sekunden 3 verschiedene Inseln in verschiedenen Ausbaustufen ab. Auf jeder Insel legen wir eine Pause ein und betrachten den jeweiligen Stadtkern in der kleinsten Zoomstufe. So bekommen wir von allen grafischen Aspekten des Spiels eine Kostprobe: Meer, besiedelte Inseln, stark besiedelte Inseln und grüne Agrarinseln, sowie Detailansichten der Gebäude und Umgebung. Wir glauben, dadurch einen repräsentativen Wert erhalten zu haben. Anno 2070 vertritt in unserem Benchmarkparcours also die Aufbaustrategiespiele der massiven Art.
    In den Grafikoptionen des Spiels stellen wir wieder alles aufs Maximum.

    Tonga erreicht zufriedenstellende Ergebnisse: 62fps im Durchschnitt sollten für einen angenehm flüssigen Spielbetrieb sorgen.




















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    Tropico 5
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    Mit Tropico 5 möchten wir die grafisch eher weniger anspruchsvollen Spiele mit Top-Down-View abdecken. Außerdem läuft im Hauptmenü nur ein Video im Hintergrund; das Resultat ist bei ausgeschaltetem Vsync eine 4-stellige framerate, mit der wir hervorragend die Karte auf Spulenfiepen prüfen können. Eingestellt wird wieder, was das Spiel hergibt.
    Unsere Bench-Sequenz besteht wie bei Anno aus einem mittelmäßig weit gespielten Spielstand, und auch hier suchen wir uns auf der Karte die schlimmsten und besten Stellen, und notieren uns Minimum, Durchschnitt und Maximum.

    Wie schon bei der R7 265 können wir auch bei der R9 285 im Hauptmenü ein leichtes, kaum wahrnehmbares Knickern vernehmen – im Loadscreen, der sehr kurz ausfällt, gibt die Karte ein deutliches Spulenfiepen von sich. Tropico kann die R9 285 nur auf 83fps bremsen, und das auch nur, solang man die Ansicht flach auf den Boden dreht, sodass man eine ganze Straße entlangschauen kann.




















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    Hitman: Absolution
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    Hitman: Absolution bringt einen sehr interessanten eigenen Benchmark mit. Es wird eine sehr große Menschenmenge gezeigt, etwas, das man selten zu Gesicht bekommt. Zuvor setzen wir wieder alles aufs Maximum, mit 8xMSAA.

    Hitman frisst auch nach Updates noch viel Leistung. die R9 285 erreicht durchschnittlich fast 33fps, das ist knapp dran am Vorgänger R9 280 und bereits vor der GTX760.



































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    Metro 2033
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    Wir nutzen das mitgelieferte Benchmarktool und dessen vorgegebene Benchmarkszene.

    Die Benchmarkszene deckt alle Bereiche ab: Wir sehen Werte im Bereich zwischen 10 und 60fps. Schlussendlich kommen wir auf einen Durchschnittswert von 34fps, was vor der R9 280 und GTX760 liegt.





































    Tomb Raider
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    Tomb Raider stellt für uns einen guten Schnitt aus aktuellen Thirdperson-Shootern und RPGs dar. Das Spiel bietet ein spezielles Feature, TressFX, mit dem dynamisch Haare dargestellt werden. Die Technik wurde von AMD entwickelt, und wird entsprechend besser auf AMD als auf Nvidia Karten laufen, wir möchten trotzdem sowohl mit als auch ohne TressFX testen, da das Feature quelloffen ist und demnach für jede Firma die Chance besteht, die Treiber anzupassen. Dennoch braucht TressFX recht viel Leistung, deswegen die getrennte Wertung. Die restlichen Grafiksettings werden wieder aufs Maximum mit 8-facher Kantenglättung gesetzt. Wir nutzen den internen Benchmark.

    Auch in diesem Titel liegt die R9 285 vor den Hauptkokurrenten der Mittelklasse: GTX760 und R9 280. Im Schnitt erreicht der Tonga Chip ohne TressFX 37fps. Mit „entklebten“ Haaren fallen dann die Werte etwas weiter runter, doch auch hier bleibt die R9 285 vor der Konkurrenz.

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    Bioshock Infinite
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    Der aktuellste Teil aus der beliebten Bioshock Reihe bringt ebenfalls seinen eigenen Benchmark mit. Er bietet ähnlich dem von Metro 2033 einen kompletten Mix aus verschiedenen Spielszenen.

    Wir können absolute Spielbarkeit bescheinigen. Flüssige 86fps im Durchschnitt verweisen die Konkurrenz in die Schranken.





































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    Dirt 3
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    Rallyeaction auf Abruf: Dirt 3 vertritt zusammen mit Grid 2 das Rennspiel-Genre. Wir verwenden den integrierten Benchmark.

    Im Durchschnitt liegt die R9 285 abermals knapp vor der R9 280, dafür fallen die minimalen fps geringer aus.






































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    Battlefield 4
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    Battlefield 4 ist einer der hardwarefressendsten Multiplayershooter, die es zurzeit gibt. Leider ist es schwierig, im Multiplayermodus eine wiederkehrende Szenerie zu erfassen, weshalb wir uns gezwungen sehen, auf die Testrange zurückzugreifen. Auf diese Weise erhalten wir zwar „zu gute“ Ergebnisse, allerdings bleiben sie auf der anderen Seite reproduzierbar und damit vergleichbar. Es ist damit zu rechnen, dass im normalen Multiplayerbetrieb nochmals Abstriche gemacht werden müssen, um spielbare Frameraten zu erzeugen.

    In Battlefield 4 zieht die R9 285 den Kürzeren im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Wir erreichen im Durchschnitt gute 60fps, allerdings sollte man für ein flüssiges Multiplayererlebnis die Einstellungen etwas reduzieren, um im shootertauglichen Bereich zu bleiben. Das sollte auch die gelegentlichen Stotterer bei 180°-Wenden eliminieren.
    Interessehalber haben wir auch einen kurzen Test im Mantle-Modus durchgeführt. Dieser brachte zwar keine Verbesserung, war aber auf der anderen Seite auch zu erwarten, da Mantle hauptsächlich den CPU-Overhead reduziert. Befindet man sich auf der Testrange, hat die CPU allerdings reichlich wenig zu tun, weshalb kein Bedarf an mehr Leistung besteht.


































    Synthetische Benchmarks

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    Unigine Valley
    Wir benchen nach Forenstandard im ExtremeHD Preset mit der Version 1.0.
    Tweaks wenden wir nicht an, um ein möglichst reales Ergebnis zu erzielen.

    Die R9 285 platziert sich mit 1467 Punkten auf Niveau einer übertakteten R9 270x bzw. einer übertakteten HD7870XT.







































    Furmark
    Furmark lassen wir ebenfalls nach Foren-Vorgabe im 720p Preset durch laufen. Da moderne Grafikkarten bei einem Stresstest wie dem Furmark oft die Taktrate drosseln, machen wir einen Run ohne Erhöhung des Powertargets, und einen zweiten Run mit +20%.

    Der Unterschied zwischen 0% und 20% fällt eher gering aus. Die Karte drosselte lediglich bis auf 878MHz herunter.

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    Luxmark 2.0
    Luxmark berechnet eine 3D-Szene via Raytracing über die OpenCL-Schnittstelle. Wir wählen die Szene „sala“. Das Ergebnis wird in Punkten notiert.

    Mit 1542 Punkten setzt sich die R9 285 klar von der GTX760 ab, hat aber gegenüber der R9 280 das Nachsehen.






































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    Compubench OpenCL
    Dieses Benchmark Paket bietet eine Teilchen-Simulation an, welche mithilfe der OpenCL-Schnittstelle auf der Grafikkarte ausgeführt wird.
    Wir nutzen wieder die Standardvorgabe und simulieren damit 64.000 Teilchen in einem Würfel, der sich während des Benchmarks dreht und somit die Teilchen physikalisch korrekt fließen lässt; wie Sand. Gemessen werden Millionen Interaktionen pro Sekunde (minteractions/s)

    Interessant ist, dass sich der neue Tonga Chip hinter der sonst durchweg schwächeren R7 265 einreiht.





































    3DMark
    Der bekannte syntetische DirectX Benchmark 3DMark kommt bei uns in seinen 2 leistungshungrigsten Formen zum Einsatz: Zuerst lassen wir den fürs Mittelklassesegment gedachten Skydiver durchlaufen, danach den für Highend Grafikkarten konzipierten Firestrike. Wir werden jedoch nicht den Gesamtscore in die Wertung einbeziehen, sondern nur den Graphicsscore, da andernfalls die CPU-Leistung mit einbezogen würde.

    Mit 24823 Punkten im Skydiver geht’s rasant an der R9 280 und der GTX760 vorbei.

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    Starwarm Benchmark
    Der Starswarm Benchmark wurde entwickelt, um die Fähigkeit von Grafikkarten zu testen, möglichst viele Objekte gleichzeitig zu rendern. Eine Besonderheit dieses Benchmarks ist, dass er sowohl mit der DX11 API funktioniert, als auch mit der Mantle API von AMD. Wir nutzen diesen Benchmark, um (bei AMD Karten) eine mögliche Leistungssteigerung durch den verringerten CPU-Overhead und weitere Optimierungen festzuhalten. Dies dürfte vor allem für User mit schwächeren Prozessoren interessant sein.

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    Overclocking

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    Zunächst einmal Grundsätzliches zum Overclocking: Entscheidend für gute Ergebnisse sind die Chipgüte, niedrige Temperaturen und eine gute Spannungsversorgung, sowie große Freiheiten bei den Spannungs- und Taktrateneinstellungen. Dabei muss aber beachtet werden, dass, je großzügiger die Einstellungen für die Spannungsversorgung sind, die Gefahr der Zerstörung auch größer wird. Sie ist also mit Vorsicht zu genießen.
    Ein Chip bleibt stabiler, wenn er kalt ist und / oder mit höherer Spannung versorgt wird. Profis übertakten gerne mit Flüssigstickstoff als Kühlmittel, um die Temperaturen weit unter 0 zu halten, um dann wiederum die exponentiell angestiegene Wärmeabgabe bei Erhöhen der Spannung aufzufangen.
    Die meisten Grafikkarten sind jedoch zum Selbstschutz so beschnitten, dass die Spannung maximal um 100 – 200mV angehoben werden kann. Auch die Taktraten von Chip und Speicher werden auf diese Weise mit einer Obergrenze versehen. Natürlich gibt es Mittel und Wege, diese Grenzen zu umgehen, allerdings sollten Ottonormalverbraucher die Finger davon lassen – andernfalls hat man dann einen netten, aber viel zu teuren Kaffeebecherhalter.
    Auch die Club3D R9 285 royalQueen bleibt nicht verschont: Wir möchten wissen, wie viel Leistung es gratis zu holen gibt und ob der Kühler diesen Anforderungen noch standhalten kann.
    Wir nutzen zum Übertakten und Überwachen der Temperaturen und Taktraten den MSI Afterburner. Schrittweise tasten wir uns an die maximal mögliche Taktrate heran: Wir schaffen mit 1100MHz Core- und 1450MHz Speichertakt eine Erhöhung gegenüber den Standardtaktraten um 155MHz und 75MHz. Dafür wird eine Erhöhung der Spannung um 100mV nötig, außerdem muss das Powertarget auf +20% gesetzt werden, damit die Karte im Betrieb nicht drosselt. Auf Seiten der Spannung haben wir damit das Maximum ausgereizt, und auch Chip und Speicher lassen keine weitere Erhöhung zu. Damit hat der Speicher, der von Elpida auf 1500MHz bei 1,5V spezifiziert ist, fast seinen Nennwert erreicht. Schön ist außerdem zu sehen, dass diese Taktraten scheinbar in jedem Szenario stabil sind – und kaum eine Auswirkung auf die Temperaturentwicklung haben. Dementsprechend bleiben auch die Lüfter bei max. 60%. Die Geräuschentwicklung bleibt im Rahmen. Mit 1100/1450MHz kamen wir im (nvidia-lastigen) Valley-Benchmark an der direkten Konkurrenz GTX760 und R9 280 vorbei. Wir notierten 1589 Punkte im Vergleich zu 1575 und 1563 Punkten. Das Entspricht einer Steigerung von knapp 10%.


    Fazit

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    Club3D hat mit der R9 285 royalQueen ein ansprechendes Produkt im Portfolio – der Kühler weiß selbst unter harten Overclocking-Bedingungen mit kühlen Temperaturen sowohl beim Chip, als auch bei Speicherbausteinen und Spannungsversorgung zu überzeugen. Die Lautstärke hält sich dabei in dauerbetriebstauglichen Grenzen. Betreibt man die Karte wie es von Club3D vorgesehen ist, verbleibt ein angenehmes Luftrauschen. Optisch als auch haptisch macht die Karte trotz Plastikcover einen soliden Eindruck. Leistungstechnisch befindet sie sich im oberen Mittelfeld, etwas unterhalb der R9 280 und der GTX760. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen der neue Tonga Chip vor der alten Generation landet. Außerdem profitiert sie bereits vollständig von AMDs aktuellem Omega Treiber; so ist auch Downsampling von vollem 4K möglich. Diese Option dürfte vor allem für ältere Titel interessant sein, für neueres fehlt es einfach an Leistung und auch Speicherkapazität. Insgesamt haben Club3D und AMD ein interessantes Paket geschnürt, das allerdings im Anbetracht der Preise für den Vorgänger R9 280 und dessen Leistungsfähigkeit an Attraktivität verliert. Im Vergleich mit der neuen GTX960 halten wir die R9 285 für ebenbürtig.

    Die hinlänglich bekannte und diskutierte Leistung des Tonga-Chips außen vorgelassen, halten wir Club3D's Version der R9 285 für wirklich gelungen und verleihen der "Queen" deshalb unseren Gold-Award!

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    Aktuell ist die Karte ab 214€ im Handel erhältlich: http://geizhals.de/club-3d-radeon-r9-285-royalqueen-cgax-r92856-a1160938.html

    Zur Diskussion ---> http://www.computerforum.de/threads/63701-Diskussion-Club3D-R9-285-royalQueen-angenehmes-Mainstream
    fürs Cofo-Team, kingspride und Egoim
     
    NJay hat sich bedankt.

Kommentare

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von kingspride, 21 Feb. 2015.

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