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[Review] Club3D royalQueen R7 265 - Kühl, leise & wertig

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von Egoim, 7 Sep. 2014.

By Egoim on 7 Sep. 2014 um 22:52 Uhr
  1. Egoim

    Egoim Spezialist Overclocking / Kühlung
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    Berlin
    #1 Egoim, 7 Sep. 2014
    Zuletzt bearbeitet: 8 Sep. 2014
    Aus Schätzungen werden Messungen, aus Annahmen Gewissheit: Computerforum.de präsentiert euch heute sein erstes eigenes Grafikkarten-Review!
    Den Start übernimmt die AMD Radeon R7 265 von Club3D, es geht also direkt ins Mittelfeld der aktuellen Grafikkartengeneration.
    Die R7 265 sollte sich genau zwischen AMDs R7 260x und R9 270 einreihen, bei Nvidia zwischen GXT 750 und GTX 750Ti.

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    Wir danken an dieser Stelle Club3D für die Bereitstellung unseres Testsamples sowie bei unserem Partner tecstore.net für die Bereitstellung einiger Vergleichssamples.


    Erster Eindruck / Impressionen

    Die R7 265 von Club3D kommt schlicht und nüchtern im Design daher, eine mattschwarz lackierte Abdeckung aus Metall verwehrt den Blick auf den Kühlkörper aus Aluminium. Diese metallene Ausführung der Kühlerabdeckung vermittelt einen ersten Eindruck von Wertigkeit, zwei unvernickelte, 8mm starke Heatpipes das Gefühl einer potenten Kühlung. Trotz der zwei eher stark dimensionierten Heatpipes wirkt der von Club3D verwendete Kühlkörper an sich eher klein dimensioniert, was in der Theorie auf höhere Temperaturen und Lautstärke hindeuten könnte. Immerhin haben wir hier eine 150W TDP Karte basierend auf einem kleinen Pitcairn, genauer dem Pitcairn Pro, vor uns liegen. Der gleiche Chip findet auch bei der HD7850 Verwendung. Ihr gegenüber wurden jedoch bei der R7 265 die Taktraten des Chips und des Speichers um 65, respektive 200MHz erhöht.

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    Testumgebung

    Hardware:
    - AMD FX-8320 @stock
    - Alpenföhn Brocken Eco
    - MSI 990FX GD65
    - 8GB DDR3 RAM (Hynix & Kingston)
    - SuperFlower Leadex Gold 1000W
    - Asus PCE-N15 (PCIe-WLAN-karte)

    Plus die zu testende Grafikkarte.

    Wir testen in einem sehr leisen Raum, bei 20°C Raumtemperatur und mit einem offenen Aufbau.

    Messgeräte:
    TCM 234773 für Leistungsaufnahme Gesamtsystem
    Dodocool GM900, Infrarotthermometer
    Dodocool GM1357, für Lautstärkemessung

    Software:
    Windows 8.1 64bit
    AMD Catalyst Version 14.4
    Nvidia Geforce 337.88 WHQL

    Konzept:
    Wir führen unsere Tests in einem offenen Aufbau durch, da Gehäuse im Allgemeinen einen recht großen Einfluss auf die Ergebnisse haben können. Die Raumtemperatur liegt dabei idealerweise bei 20°C, und die Umgebungslautstärke unter 27db (unterer Grenzwert des Messgeräts); diese unterschreitet unser Testraum deutlich.
    Während der Benchmarks lesen wir die Systemsensoren aus, und messen zusätzlich mit dem Infrarotthermometer kritische Stellen wie Chip und VRAM, wobei die Rückseite des PCBs den Messpunkt darstellt.
    Maximaltemperatur und in Folge dessen auch Maximaldrehzahl / Lautstärke des Lüfters messen wir mithilfe des Programms Furmark. Es lastet ausschließlich die Grafikkarte zu 100% aus. Zusätzlich unterbinden wir ggf. die Manipulation durch den Treiber durch Anheben des Power-Limits, sodass die Karte wieder bis zur vollen Taktrate boostet.
    Störquellen werden durch einen guten CPU Kühler, sehr geringe Lüfterdrehzahl und ein semipassives Netzteil sowie einer 2.5“ Notebook HDD mit nur 5400rpm und einen Steinboden, vermieden. Andere Geräusch- oder Wärmequellen außer uns selbst sind nicht vorhanden.
    Gemessen wird in genau einem Meter Abstand, etwas oberhalb des Testsystems.


    Temperatur, Lautstärke und Leistungsaufnahme

    Die Club3D R7 265 kommt standardmäßig mit 930MHz Core-Takt (955MHz Boost) und 1400MHz Speichertakt. Die Referenz wird mit 900MHz (925MHz Boost) Core und 1400Mhz Speicher angegeben.
    Club3D scheint hier also bereits etwas Vorarbeit geleistet zu haben und hat den Coretakt um 30MHz angehoben. Der Speicher läuft genauso schnell wie bei den anderen R7 265ern.

    Temperatur & Lautstärke:
    Für die Idle-Messung lassen wir das gesamte System rund 20 Minuten stehen, und machen dann unsere Messung.
    Die Karte bleibt fast unhörbar, das Messgerät zeigt < 27db an.
    Die Temperaturen bleiben dabei bei 30°C, der Lüfter dreht mit 20% (1000rpm).
    Als nächstes stehen Maximalwerte an: Hierbei darf Furmark sein Werk verrichten und schiebt die Karte flott auf 65°C – und kein Grad weiter. Der Lüfter dreht dabei auf 38% und das Gerauschniveau erhöht sich auf 32db, dennoch bleibt der Lüfter angenehm leise.
    Wir sind beeindruckt.
    Bei 30°C Umgebungstemperatur steigt die Temperatur der Karte logischerweise weiter als 65°C, maximal erreichen wir hier unter Furmark Extreme BurnIn dann 71°C. Hier scheint die Lüftersteuerung den Maximalwert gesetzt zu haben, jedenfalls dreht ab diesem Punkt der Lüfter deutlich stärker auf, und reagiert viel sensibler auf Temperaturschwankungen. Maximal dreht der lüfter nun mit 44% bzw. 2500rpm. Ab 42% bildet sich eine von der Klangmodulation her den Referenzkarten ähnliche Geräuschkulisse, nur leiser. Beruhigenderweise überschreitet die Karte unter Spielelast diese Marke fast nie.

    Alle Daten auf einen Blick:
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    Leistungsaufnahme:
    Bei der Leistungsaufnahme testen wir mehrere Szenarien.
    Hierbei gilt es zu beachten, dass wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems an der Steckdose messen.
    Somit geben die Messwerte eine Hilfestellung zur Netzteildimensionierung.
    Zu beachten ist dabei, dass unser Netzteil die 80+ Gold Spezifikationen erfüllt.

    Idle
    Im Idle/Desktopbetrieb ermitteln wir 65W Gesamtaufnahme. Das ist ein sehr guter Wert für einen AMD 8 Kerner auf einem vollwertigen 990FX Board mit zwei Festplatten.

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    Unigine Valley
    Im Unigine Valley Benchmark messen wir 205W für das Gesamtsystem. Die 150W TDP der Karte scheinen hier kaum genutzt zu werden.

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    Furmark
    Im Furmark erblicken wir erfreuliche 187W, sind aber auch erstaunt darüber, dass der Verbrauch unterhalb dem des Valleys liegt. Ein kurzer Check ergibt, dass die Karte auf den Basistakt von 930MHz heruntergetaktet hat. Unsere Vermutung ist, dass hier der Treiber eingreift, um die 150W TDP einzuhalten. Um dem entgegen zu wirken, setzen wir im Catalyst Control Center das Powertarget um 20% nach oben. Daraufhin erlaubt der Treiber auch wieder die vollen 955MHz GPU Takt und wir messen realistische 220W.

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    Metro 2033
    Unser Spiel der Wahl für diesen Test ist unsere Benchsequenz aus Metro 2033. Hier gibt es ein wenig Stress auf die CPU und richtig Stress auf die GPU. Und so kommen dann auch 225W Leistungsaufnahme an der Steckdose zusammen.

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    Benchmarks

    Wir haben uns bemüht, einen ausgewogenen Mix verschiedener DirectX 11 Spiele zu finden. Mantle ist ebenfalls vertreten, und wird in einem gesonderten Graphen mitgetestet. Spiele mit DirectX 9 und 10 testen wir mit Absicht nur sehr wenige, da diese in der Regel nur noch selten vertreten bzw so alt sind, dass man selbst mit aktuellen low-end Karten in 1080p recht häufig dreistellige fps Zahlen erblickt. So erreichten wir in Half-Life 2 mit der R7 265 300fps, und stießen damit scheinbar an die Decke der Engine.
    Alle Testsequenzen bzw. Spielinternen Benchmarks werden dreimal durchlaufen. Bei spielen bei denen wir ein CPU Bottleneck befürchten, übertakten wir unseren FX auf 4,5GHz. In allen Benchmarks wird die heute mit Abstand am häufigsten vertretene Auflösung FullHD, also 1920x1080p, verwendet. Wir möchten so nah am echten Anwendungsfall bleiben, wie es nur möglich ist.


    Skyrim
    Die Open World Spiele werden in unserem Test von Bethesdas Skyrim repräsentiert. Unsere 97 Sekunden lange Testsequenz führt uns vorbei an einem Fluss, Wasserfall, entlang an einem Berg und bis zu einer Brücke.
    Skyrim ist relativ genügsam was die CPU Last angeht, ist aber dafür recht GPU lastig. Das natürlich ganz besonders im Falle unseres gemoddeten Skyrims, welches sich außerdem als echter Speicherfresser zeigt.
    Ein Problem, auf das man beim Benchen mit Skyrim recht schnell trifft, ist das eingebaute fps-Limit von 60fps. Zum Glück lässt sich dieses durch einige manuelle Änderungen in den Konfigurationsdateien des Spiels aus dem Weg räumen. Wobei allerdings die Physik dann teilweise merkwürdige Aussetzer zeigt… sei’s drum, wir kommen endlich über 60fps.
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    Die R7 265 schlägt sich in Skyrim sehr gut. Wir erreichen bei voll aufgedrehten Settings, 1080p und 8xMSAA im Schnitt 54fps. Durch unsere Mods läuft der Speicher bis auf 1,8GB voll, die Karte profitiert also hier bereits vom eher großzügig dimensionierten Framebuffer im Gegensatz zu anderen, älteren Karten mit ähnlicher Leistungsfähigkeit.
    In den meisten Fällen reicht jedoch bereits 4xMSAA, mit dem die fps gut über 60fps liegen dürften. Es ist also komplett flüssig spielbar.

    Grid 2
    In Grid 2 nutzen wir den internen Benchmark auf maximalen Einstellungen und 8xMSAA.
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    Auch hier macht die Mittelklasse GPU eine passable Figur: wir erreichen im Schnitt 50fps und landen damit ebenfalls im absolut spielbaren Bereich. Ähnlich wie bei Skyrim dürfte man mit einer Reduktion der Kantenglättung auf die Hälfte die fps auf über 60 katapultieren, um mit VSync ein komplett stabiles Bild zu bekommen.

    Crysis 3
    In Crysis 3 gehen wir einen etwas anderen Weg als die meisten anderen Review Seiten. Zwar testen wir im selben Level, aber unsere Testsequenz dauert statt der üblichen 20 Sekunden anderer Seiten wieder satte 97 Sekunden. Crysis hat seit jeher die Angewohnheit sowohl CPUs als auch GPUs zum Frühstück zu verspeisen, ganz egal in welcher Preisklasse sie angesiedelt sind, und das löblicherweise trotz Konsolenumsetzung. Für GPUs der Oberklasse sehen wir uns gezwungen die CPU ein wenig zu übertakten um einen Bottleneck auszuschließen. Hier setzen wir alle Settings auf Max, ausgenommen die Kantenglättung (8xMSAA) und Bewegungsunschärfe (Mittel, da unserer Meinung nach nicht mehr benötig wird. Alles darüber führt zu anstrengenden Bildern und entspricht somit nicht unserer Vorstellung von grafischem Maximum: möglichst natürliche Darstellung).
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    Wie man gut sehen kann, wird Crysis seinem Ruf gerecht und zwingt unser Testobjekt gnadenlos in die Knie: Wir erreichen lediglich 15fps im Schnitt und sind damit unumstritten unterhalb der „flüssigen“ Grenze von 30fps. Selbst mit einer großzügigen Reduktion der Einstellungen sollte es schwer werden, Crysis in den shootertauglichen Bereich (60fps) zu schieben.

    Mafia 2
    Das einzige DX9 spiel in unserem Parkours. Hier verwenden wir den internen Benchmark, und maxen wieder alles aus. PhysX bleibt selbstverständlich deaktiviert, da dies ein Nvidia-exklusives feature ist und über CPU berechnet und ohne Nvidia Grafikkarte im System das Spiel künstlich auf 25fps bremst. Gleiche Chancen für alle, also aus damit.
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    Obwohl Mafia 2 schon etwas älter ist und nur mit DirectX 9 läuft, fordert es den Grafikkarten noch immer einiges ab. Dennoch ist man hier mit einer Mittelklasse Grafikkarte gut bedient, wie Club3Ds R7 265 zeigt: Sie erreicht im spieleigenen Benchmark 65fps und wird damit ebenfalls VSync fähig. Im normalen Spielalltag dürfte die Framerate nochmal etwas höher ausfallen, der interne Benchmark stellt hier also bereits die Spitze des Eisbergs dar.

    Farcry 3
    In Farcry 3 drehen wir alle Settings komplett auf und nehmen lediglich die Kantenglättung wieder auf 4xmsaa zurück. Unsere Benchmarksequenz ist wiedermal 97 Sekunden lang. Sie besteht aus Teilen der allerersten Mission mit Dennis. Sie beginnt an dem Punkt, an dem wir mit einer Pistole bewaffnet am Rande Amanakis auf den ersten Radiotower losgelassen werden und endet auf eben dessen Spitze. Dazwischen gibt es jede Menge Gesprinte, ein spannendes Feuergefecht mit einer Schlange am Fuße des Towers, eine Kletterpartie den Turm hinauf und zum Abschluss einen schönen Rundumblick in die Ferne.
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    Farcry 3 verlangt der Karte viel ab; unser Parcours beinhaltet sowohl rennen, viel Vegetation auf sehr nahe Distanz, ein Feuergefecht, klettern, einen Tageszyklus und die Volle Entfernungsdarstellung, die Farcry 3 aufbieten kann (extrem viel Vegetation und Wasser auf große Distanz).
    Das spiegelt sich auch in den fps wider: Wir erreichen im Schnitt lediglich 24fps, maximal 50.

    Anno 2070
    Eine Benchmark-Sequenz für Anno 2070 zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir haben uns letztendlich dazu entschieden, einen nicht allzu weit gespielten Spielstand in friedlicher Umgebung zu nutzen, und haben uns dann die besten und schlimmsten Stellen auf der Karte herausgesucht, über 5 Minuten lang beobachtet und den Mittelwert sowie die Maxima und Minima notiert. Wir glauben, dadurch ein repräsentativen Wert erhalten zu haben. Anno 2070 vertritt in unserer Benchmarkliste also die Aufbaustrategiespiele der massiven Art.
    In den Grafikoptionen des Spiels stellen wir wieder alles aufs Maximum.
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    Wir erhalten sehr gemischte Werte. Minimum, Mittelwert und Maximum liegen sehr weit auseinander. Am meisten fps(105) erzeugte ein Bildausschnitt, auf dem nur Meer zu sehen ist, während ein Ausschnitt einer großen Insel und nur Wald am wenigsten fps(34) brachte. Den Durchschnittswert (41)erreichten wir dann passenderweise mit einem Ausschnitt Stadt und Klasse 2 Häusern. Die unterschiedlichen Zoomstufen und damit Detailstufen brachten interessanterweise keinerlei Veränderung. Anno ist mit 41fps dennoch sehr gut spielbar, da der Cursor nicht an der Framerate hängt, und Eingaben immer noch sofort angenommen werden.

    Tropico 5
    Mit Tropico 5 möchten wir die grafisch eher weniger anspruchsvollen Spiele mit Top-Down-View abdecken. Außerdem läuft im Hauptmenü nur ein Video im Hintergrund; das Resultat ist bei ausgeschaltetem Vsync eine 4-stellige framerate, mit der wir hervorragend die Karte auf Spulenfiepen prüfen können. Eingestellt wird wieder, was das Spiel hergibt.
    Unsere Bench-Sequenz besteht wie bei Anno aus einem mittelmäßig weit gespielten Spielstand, und auch hier suchen wir uns auf der Karte die schlimmsten und besten Stellen, und notieren uns Minimum, Durchschnitt und Maximum.
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    Und tatsächlich: Wir können im Hauptmenü die Karte fiepen, oder eher Knickern, hören. Starten wir unsere Session, fallen die Frames auf im Schnitt 75fps zusammen, das Geräusch verschwindet erwartungsgemäß. Ähnlich wie bei Anno erreichen wir mit einem Auschnitt Meer über 150 fps, und stellen fest, dass die Karte wieder ganz leicht und sehr leise anfängt zu zirpen, wie ein Insekt. Im Schnitt erreichen wir hier angenehme 75fps.

    Hitman Absolution
    Hitman Absolution bringt einen sehr interessanten eigenen Benchmark mit. Es wird eine sehr große Menschenmenge gezeigt, etwas, das man selten zu Gesicht bekommt. Zuvor setzen wir wieder alles aufs Maximum, mit 8xMSAA.
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    Hitman zwingt die R7 265 in einen nicht mehr gut spielbaren Bereich, durchschnittlich landen wir bei unter 30fps, mit fiesen Talfahrten Richtung Diashow: 5fps im Minimum.

    Metro 2033
    Eigentlich wollten wir das Benchmarktool für Metro nutzen, doch leider weigerte sich Windows oder das Tool vehement, mitzuspielen. Also greifen wir auf einen selbst gespielten Abschnitt zurück, genauer gesagt laden wir hier den Level „Brücke mit Burbon“ und laufen die Brücke entlang, schießen auf einige Gegner und räumen einen U-Bahnwagen aus. Die Sequenz dauert wie in Skyrim 97 Sekunden. Eingestellt ist wieder das Maximum.
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    Die R7 265 schlägt sich erfrischend gut. Im Schnitt erreichen wir fast 38fps, was spielbar ist; erleiden aber leider auch im Gefecht störende Drops auf unter 20fps.

    Tomb Raider 2013
    Tomb Raider stellt für uns einen guten Schnitt aus aktuellen Thirdperson-Shootern und RPGs dar. Das Spiel bietet ein spezielles Feature, TressFX, mit dem dynamisch Haare dargestellt werden. Die Technik wurde von AMD entwickelt, und wird entsprechend besser auf AMD als auf Nvidia Karten laufen, wir möchten trotzdem sowohl mit als auch ohne TressFX testen, da das Feature im Gegensatz zu sämtlichen von Nvidia entwickelten Features quelloffen ist und demnach für jeden die Chance besteht, die Treiber anzupassen. Dennoch braucht TressFX recht viel Leistung, deswegen die getrennte Wertung. Die restlichen Grafiksettings werden wieder aufs Maximum mit 8-facher Kantenglättung gesetzt. Wir nutzen den internen Benchmark.
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    Ohne TressFX fordert TombRaider bereits seinen Tribut und drückt die Frames auf rund 22fps. Als wirklich vernünftig spielbar ist das nicht mehr zu bezeichnen, zumal die Eingaben auch sehr hinterherhinken.
    Unter aktiviertem TressFX fallen die Frames nochmals weiter ins Bodenlose, im Schnitt landen wir bei 12fps, was wirklich unspielbar ist.

    Bioshock Infinite
    Bioshock bringt sein eigenes Benchmarktool mit, was auch klaglos seinen Dienst verrichtet. Wir drehen abermals die Settings komplett auf.
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    Bioshock Infinite liefert ein sehr gemischtes Ergebnis, die fps pendeln zwischen unspielbaren 17fps und sehr hohen 137fps hin und her. Wir vermuten, dass dies mit der Fülle an Lichtern und Lichtquellen in der Testsequenz zusammenhängt, die zudem noch in recht hoher Geschwindigkeit passiert werden. Im Schnitt erreichen wir dadurch gut spielbare 45fps.

    Dirt3
    Dirt3 stellt hier die Vertretung für eher aufwendigere Rennspiele mit guter DX11 Nutzung dar.
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    Alle Einstellungen werden ausgereizt.
    Fast wie erwartet erreicht die RoyalQueen sehr flüssige FPS. Fröhliches Rallyeing ohne Inputlag!

    Battlefield 4
    Battlefield 4, welches zum Release mit vielen Fehlern und Performanceschwankungen zu kämpfen hatte, macht heute einen durchaus fertigen Eindruck und läuft sehr konsequent. Dadurch wird es zu einem guten Testkandidaten. Dennoch mussten wir und andere Seiten feststellen, dass Singleplayer und Multiplayer performancetechnisch doch einen recht großen Unterschied darstellen. Wir wollten uns jedoch nicht der performancetechnischen Inkonsequenz von vollen Multiplayerservern hingeben, weshalb wir uns für ein Zwischending entschieden und die Testrange des Multiplayers nutzen. Unsere Benchsequenz besteht abermals aus einem selbst gespielten Abschnitt über 97 Sekunden. Dabei versuchen wir, immer die gleiche Route einzuhalten, um die Ergebnisse zwischen den Läufen vergleichbar zu halten.
    Eingestellt wird das Ultra-Preset, mit 100% Skalierung, 4xMSAA, und DirectX 11 als RenderAPI.
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    Wir sind regelrecht überrascht. Battlefield 4 läuft mit etwas weniger als 60fps, fällt auf nicht weniger als 45fps herunter und bewegt sich damit in einem sehr spielbaren Bereich. Wir müssen jedoch hinzufügen, dass im vollen Multiplayer die Performance noch ein gutes Stück einbrechen wird. Trotzdem ein höchst erfreuliches Ergebnis.

    Syntetische Benchmarks

    Unigine Valley Benchmark
    Wir benchen wie im Forum auch mit dem Extreme HD Preset und der Version 1.0.
    Wir nehmen absichtlich keine Tweaks vor, um ein serienmäßiges Ergebnis zu erzielen.
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    Die R7 265 platziert sich mit 1121 Punkten auf Niveau einer GTX570 bzw. HD6970, und damit mitten im Mittelfeld.

    Furmark
    Furmark lassen wir ebenfalls nach Foren-Vorgabe im 720p Preset durch laufen. Zum Vergleich machen wir einen Run ohne Erhöhung des Powertargets, und einen zweiten Run mit +20%.
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    Der Unterschied ist enorm. Wir erreichen mit erhöhtem Powertarget 12fps mehr im Durchschnitt.

    Luxmark 2.0
    Luxmark berechnet eine 3D-Szene via Raytracing über die OpenCL-Schnittstelle. Wir wählen die Szene „sala“. Das Ergebnis wird in Punkten notiert.
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    Die R7 265 erreicht 1192 Punkte. Zum Vergleich: eine Referenz R9 290 von Sapphire erreicht 2138 Punkte.

    Compubench OpenCL
    Dieses Benchmark Paket bietet eine Teilchen-Simulation an, welche mithilfe der OpenCL-Schnittstelle auf der Grafikkarte ausgeführt wird.
    Wir nutzen wieder die Standardvorgabe und simulieren damit 64.000 Teilchen in einem Würfel, der sich während des Benchmarks dreht und somit die Teilchen physikalisch korrekt fließen lässt; wie Sand. Gemessen werden Millionen Berechnungen pro Sekunde (miterations/s)
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    3DMark Skydiver
    3DMarks Skydiver Benchmark ist noch relativ neu, und wurde für Mittel- bis Oberklasse Grafikkarten konzipiert. Getestet werden verschiedene Szenarien, die verschiedene Bereiche abdecken. so gibt es z.B. getrennte Szenen für viele 3D-Objekte mit hoher Tesselation und Szenen, in denen mit Licht und Schatten gearbeitet wird. Es werden die FPS gemessen und am Ende aller Szenen in Punkte umgerechnet.
    Wir lassen den Benchmark durchlaufen, und notieren am Ende den Graphicsscore, nicht den Gesamtscore, da dieser auch durch das Physik-Ergebnis beeinflusst wird, welche allerdings CPU abhängig ist und somit das Ergebnis verfälschen würde.
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    Starswarm Benchmark
    Der Starswarm Benchmark wurde entwickelt, um die Fähigkeit von Grafikkarten zu testen, möglichst viele Objekte gleichzeitig zu rendern. Eine Besonderheit dieses Benchmarks ist, dass er sowohl mit der DX11 API funktioniert, als auch mit der Mantle API von AMD. Wir nutzen diesen Benchmark, um (bei AMD Karten) eine mögliche Leistungssteigerung durch den verringerten CPU-Overhead und weitere Optimierungen festzuhalten. Dies dürfte vor allem für User mit schwächeren Prozessoren interessant sein.
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    Overclocking

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    Kommen wir nun zum für einige spannendsten und für andere zum langweiligsten Part dieser Review.
    Wichtige Grundsätze in Sachen GPU OC sind, die Chipgüte des Chips, je schlechter der Chip ist, desto weniger gut lässt er sich übertakten. Die Chipgüte ist also ausschlaggebend für ein gutes OC Ergebnis.
    Alternativ lässt sich viel machen, indem man die Brechstange anlegt. Diese präsentiert sich hier in Form der Kühlung und des Voltage-Offsets.
    Nehmen wir als Beispiel einen Chip, der bei einer Spannung von 1,2V und Temperatur von 80°C stabil 1GHz schafft. Dieser wird bei -80°C noch höher takten können. Deswegen nutzen Übertakter gerne Kühlungen, die den Chip weit unter den Gefrierpunkt kühlen (z.B. flüssiges Helium mit -192°C, um hier mal das kälteste zu nennen). Im Übrigen senken niedrige Chiptemperaturen aufgrund verminderter Leckströme auch die Leistungsaufnahme des Chips in einem zwar nicht vernachlässigbaren, aber recht geringen Maße.
    Die Zweite Möglichkeit, die Stabilität des Chips zu erhöhen stellt die VCore, d.h. die Kernspannung, dar. Stabilität kann man sich bis zu einer gewissen Grenze durch eine höhere Spannung erkaufen, dies wird über den sog. Voltage-Offset eingestellt. Leider sind die meisten Karten hier inzwischen beschnitten, um einen Defekt zu vermeiden, und lassen häufig nur Spannungserhöhungen von 100-200mv zu.
    Nun geht aber leider eine Spannungserhöhung Hand in Hand mit einem exponentiell ansteigenden Energieverbrauch, was wiederum höhere Temperaturen verursacht und damit eine bessere Kühlung erforderlich machen kann. Im Gegensatz dazu bewirken Reine Takterhöhungen ohne Spannungsveränderungen einen linearen Anstieg. Die ultimative Lösung für die Rekordjagd besteht also aus der Kombination von allem.
    Soweit die Theorie – nun zur Realität: Wir wollen sehen, was sich unser Sample mit seiner hauseigenen Kühllösung sich so alles entlocken lässt.
    Trotz des eher spartanisch ausfallenden Kühlers hatte sich die Club3D in den Stresstests bereits bewiesen und den Chip bei angenehm geringen Geräuschemissionen auf einem niedrigen Temperaturniveau gehalten. Also stürzen wir uns ins Vergnügen und fangen an.
    Wir nutzen zum Übertakten den MSI Afterburner und erhöhen die Lüftergeschwindigkeit manuell auf 50%, dann tasten wir uns an die maximal mögliche Frequenz heran und protokollieren diese. Anschließend erhöhen wie den VCore um 100mv und versuchen dann, weiter zu übertakten. Wir springen direkt zu den Ergebnissen.

    Der auf 1500MHz spezifizierte Speicher erfüllt unsere Erwartungen, er lässt sich genau bis hier hin „übertakten“, und kein Stück weiter.
    Der Chip selbst ist da etwas taktfreudiger, stabil lässt er sich um fast 150MHz übertakten (vom Boosttakt ausgehend); die so erreichten 1100MHz sind stabil und haben kaum einen Effekt auf die Chiptemperatur unter Last.
    Mit erneuter Erhöhung der VCore um 100mV lassen sich auch 200MHz mehr Takt als stabile Einstellung fahren. Mit den so erreichten 1150MHz Chiptakt steigt die Leistungsaufnahme auf knappe 250W Gesamtaufnahme im Valley.
    Leider scheint die Margin zwischen maximalem stabilem 24/7 OC und gerade noch so benchmarkstabilem OC hier recht gering aus zu fallen. Benchstable (Unigine Valley Bench) kamen wir nicht über 1160MHz Core und 1510MHz Speicher hinaus (auch nicht bei dröhnenden 100% Lüftergeschwindigkeit). Mit den zuerst genannten 1150/1500 Settings überflügelten wir eine GTX 570 mit Standardtakt im (recht NVidia lastigen) Unigine Valley Bench mit knappen 1280 Punkten das ist immerhin halb so viel wie eine R9 290x im Standardtakt erreicht, wir sind beeindruckt.
    Die kleine Kühllösung hat mit unserem OC wie erwartet zu kämpfen, schlägt sich allerdings wackerer als wir es zu wagen gehofft hatten. Bei 71°C im Furmark bleibt die Anzeige wie angenagelt stehen. Hierbei agiert der Lüfter recht aggressiv bei immerhin 48% Lüftergeschwindigkeit. Das ist aus einem geschlossenen Gehäuse durchaus herauszuhören, allerdings reden wir hier vom Furmark mit erhöhtem Powertarget, der absoluten Folterprobe für GPUs. Wir sind zufrieden mit dem kleinen Kühler.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, die OC Fähigkeiten der Karte sind wesentlich besser als befürchtet, aber geringer als erhofft. Mit dem stabilen 24/7 OC ist die Karte fast 20% schneller als @Stock und macht damit kräftig Dampf für eine Mittelklasse Karte. Mit den OC Leistungen der Karte sind wir voll zufrieden.


    Fazit:


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    Die kleine Mittelklasse-Grafikkarte von Club3D, die bei erster Betrachtung neugierige Skepsis bezüglich des eher klein dimenisionierten Kühlsystems hervorrief, hat uns in Folge unseres Reviews durchaus zu überraschen gewusst. Die Club3D R7 265 royalQueen ist, das haben unsere ausgiebigen Tests eindrucksvoll bewiesen, mit einem sinnvoll dimensionierten, gut durchdachten Kühlsystem ausgestattet, das die Karten in jeder Lebenslage leise und effektiv auf niedrigen Temperaturen hält. Selbst unter massivem Overclocking ist der Kühler der royalQueen in der Lage, moderate Temparturen mit gleichzeitig nicht störender Geräuschentwicklung zu halten. Die verwendete R7 265-GPU von AMD war in unseren Tests in der Lage, selbst in Battlefield 4 gut spielbare Frameraten bei maximalen Einstellungen in 1080p zu erzeugen, was für eine GPU in der niedrigen Preisregion der Club3D-Karte tatsächlich beeindruckend ist. Schlussendlich ist die Karte mit ihrem schwarzen PCB und der mattschwarzen, metallenen Kühlerabdeckung auch optisch ein Eyecatcher, der von den verwendeten Materialien als auch von der Verarbeitung her sehr wertig wirkt.
    Club3D hat mit der Radeon R7 265 royalQueen eine Grafikkarte im Programm, die, sofern man eine Grafikkarte der unteren Performance-Klasse sucht, mehr als eines Blickes gewürdigt werden sollte. Das ausgeklügelte Kühlsystem weiß zu überzeugen und die tolle Optik tun ein übriges zum wirklich positiven Gesamteindruck, der uns unseren begehrten Silver Award wert ist.

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    Die Karte ist aktuell ab ca. 120€ im freien Handel erhältlich.

    Zur Diskussion geht es hier entlang: http://www.computerforum.de/threads/61707-Diskussion-Club3D-royalQueen-R7-265-Kühl-leise-amp-wertig
     
    kingspride hat sich bedankt.

Kommentare

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