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[ Hardware ] [Review] Cryorig H7

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von kingspride, 5 Jan. 2017.

By kingspride on 5 Jan. 2017 um 09:00 Uhr
  1. kingspride

    kingspride Spam König

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    #1 kingspride, 5 Jan. 2017
    Zuletzt bearbeitet: 5 Jan. 2018
    Der Premium-Hersteller Cryorig hat uns mal wieder mit einem seiner Produkte beglückt: Diesmal im Review ist der H7, ein mittelgroßer Towerkühler a la NH-U14S. Wir wollen wissen, ob der Kühler der Konkurrenz das Wasser reichen kann.

    logo.png

    Verpackung und Inhalt
    Deshalb starten wir auch direkt ins Review und beginnen, wie immer, mit der Verpackung dem ersten Eindruck.
    Der Cryorig H7 kommt in einem vollfarbig bedruckten, fast würfeligen Karton, der eher minimalistisch bedruckt ist. Vorne ist der Kühler vollflächig abgedruckt, und nur die Modellbezeichnung ist noch in kleinster Schrift zu lesen. Auf den anderen Seiten des Kartons finden wir in silber glänzenden Lettern einmal das Modell "H7" und den Herstellernamen "Cryorig", mit dem Slogan "Research Idea Gear".

    packung.jpg packung-seite.jpg specs.jpg

    Auf Rückseite und gegenüber vom riesigen "H7" befinden sich dagegen detailliertere Informationen. Einmal grundlegende Features und auf der Rückseite eine Palette mit allen Spezifikationen des Kühlers, sowie technischen Zeichnungen.
    Im Karton finden wir neben dem Kühler selbst, an dem bereits der Lüfter angebracht ist, noch Montagematerial für die gängigen Sockel, jeweils in Pappkartons und Tüten verpackt. Diese dienen auch gleichzeitig als Sicherung des Kühlers gegen Rutschen oder Klappern.

    packung-geoeffnet.jpg packung-und-kuehler.jpg

    Der Kühler selbst besteht aus Aluminiumlamellen und 3 vernickelten 6mm-Kupferheatpipes; Zusätzlich hat Cryorig auf der Oberseite einen schwarz lackierten Deckel angebracht, um die manchmal etwas unschönen Heatpipe-Enden zu verdecken. Die Lamellen sind an den Seiten 90° umgeknickt, um einen geraderen Luftfluss zu ermöglichen, es entstehen also viele "Tunnel" zwischen den Lamellen.

    top.jpg seite.jpg hinten.jpg fuß.jpg lamellen.jpg

    Der ebenfalls vernickelte Fuß des Kühlers ist aber eigentlich der interessanteste Teil: DIeser ist nämlich mit der sog. "X-Bar" (sprich: "crossbar") ausgestattet. Diese besteht aus zwei Montageblechen, die kreuzweise übereinander am Fuß des Kühlers befestigt sind. Diese lassen sich allerdings gegeneinander verdrehen, sodass für jeden Sockel und jede Orientierung des Kühlers eine passende Position gefunden werden kann. Auf diese Weise müssen keine unterschiedlichen Bleche für alle Sockel mitgeliefert werden. Es gibt in der Mitte des Kühlers eine Durchführung für einen langen (!) Kreuz-Schraubendreher, um die X-Bar etwas zu fixieren oder zu lockern (zum verstellen).
    Außerdem lieferte uns Cryorig noch ein AM4 Upgrade-Kit mit, falls wir auf AM4 montieren wollten. Darin enthalten ist allerdings nur eine angepasste Backplate.
    Maße des Kühlers (LxBxH): 98x123x145mm
    Gewicht, mit Lüfter: 711g (ohne: 577g)

    lieferumfang.jpg

    Montage
    Aufgrund der oben beschriebenen X-Bar gestaltet sich die Montage des Kühlers im Prinzip einfach, da selbsterklärend und nur aus wenigen Teilen bestehend. Doch leider unterscheidet sich Theorie und Praxis: Zuerst muss das Standard AMD-Retention-Module vollständig abgebaut werden, sofern es denn noch am Mainboard befestigt war. Anschließend wird es neu mit den Teilen von Cryorig bestückt, es werden also 4 Schrauben von unten durch die Backplate und durch das Mainboard geführt. Anschließend müssen noch 4 Abstandshalter auf die Schrauben gesteckt werden, von oben. Theoretisch soll die Backplate die Schrauben mit kleinen Nasen am zurückrutschen hindern, sodass man problemlos das Board umdrehen und die Abstandshalter aufsetzen kann, praktisch klappt das aber leider nicht.

    montage.jpg montiert.jpg montiert-2.jpg

    Uns fallen ständig die Schrauben wieder aus den Löchern, bis alle Abstandshalter aufgesetzt sind. Diese klemmen dann gerade so fest genug auf den Schrauben, dass wir das Board erneut auf den Kopf drehen können und am auf dem Tisch liegenden Kühler anschrauben können. Wer bei diesem hin und her nicht vergessen hat, die Wärmeleitpaste aus der vorbildlichen Spritze aufzutragen und mit der Produktregistrierungskarte zu verstreichen, darf die Operation als geglückt ansehen und sein Mainboard im Rechner verbauen. Wir verfrachten das Board in unserem Fall wieder zurück auf den Benchtable.
    Dabei stellen wir fest, dass der Kühler keinerlei Probleme mit hohen RAM oder großen Grafikkarten hat, er verlässt den von AMD vorgeschriebenen freizuhaltenden Bereich nur minimal.

    fuß-sockel.jpg fuß-sockel-2.jpg

    Testaufbau

    benchtable.jpg
    Beispiel-Aufbau mit Cryorig H7

    ACHTUNG!
    Unsere Testplattform hat sich aufgrund von technischen Mängeln des Vorgängers verändert!
    Wir verwenden für unsere Tests folgende Komponenten:
    - ASRock 870 Extreme3
    - AMD Phenom II X4 955 Black Edition 125W
    - 4x2GB DDR3-1600 Corsair Dominator
    - Cougar VTX400
    - Samsung SATA SSD

    Die CPU wird bei Bedarf leicht overvoltet, um 140W zu simulieren, oder undervoltet, um 95W zu simulieren. Das klappt mit dieser CPU sehr gut, da sie Schwestermodelle mit genannten TDP Grenzen hat und wir einfach die Einstellungen dieser CPUs übernehmen.

    Belastungstests

    125W
    Raum: 23°C
    IDLE
    Nach einer halben Stunde Standzeit messen wir:
    31°C und 31dbA bei 840rpm
    (Anmerkung: Der Lüfter kann auch bis auf 420rpm reduziert werden, unser BIOS möchte aber nicht weiter runter, solange die Einstellung nicht auf Silent gesetzt ist)
    upload_2018-1-4_15-5-47.png upload_2018-1-4_15-6-43.png

    PWM 1 Lüfter
    49°C und 32dbA bei 960rpm
    upload_2018-1-4_15-8-9.png upload_2018-1-4_15-8-56.png

    FIXED 1200rpm
    46°C und 34dbA
    upload_2018-1-4_15-9-51.png upload_2018-1-4_15-10-39.png


    FIXED 800rpm
    50°C und 31dbA
    upload_2018-1-4_15-11-23.png upload_2018-1-4_15-12-2.png


    Abschließende Gedanken

    Cryorig liefert mit dem H7 einen hervorragenden, mittelgroßen CPU-Kühler ab, der vor allem bei längerer Belastung seine Stärken zeigt. Wir konnten nie mehr als 50°C messen, sei es nun über 10 Minuten oder über 2 Stunden, und das bei steigender Zimmertemperatur. Lediglich die Montage ist etwas fummelig und erinnert damit an vergangene Tage mit Scythes Mugen 2, der ebenfalls über Kopf montiert werden wollte.

    logo-deckel.jpg

    Fazit

    Der H7 liefert eine gute Leistung. Auch mit CPUs, die eine überdurchschnittlich hohe Wärmeverlustleistung haben, kommt er gut klar. Die Verarbeitung ist exzellent und der Kühler sitzt nach der Montage bombenfest auf dem Board. Der Lüfter macht sich erst bei maximaler Drehzahl von fast 1600rpm bemerkbar, diese erreicht er aber nie - schon mit rund 1000rpm kann der Kühler unseren Phenom II auf 50°C halten und bleibt damit angenehm leise.

    Er ordnet sich damit fast direkt hinter den Kompaktwasserkühlungen ein und holt sich damit unseren begehrten Gold-Award, und dazu den Preis-Leistungs-Award!

    [​IMG] [​IMG]

    Der Cryorig H7 ist aktuelle für rund 35€ im Handel erhältlich: Cryorig H7 Preisvergleich | Geizhals Deutschland

    Fürs Cofo-Team,
    William aka kingspride
     

Kommentare

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