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[Review] Scythe Kabuto 3

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von kingspride, 8 Feb. 2017.

By kingspride on 8 Feb. 2017 um 17:01 Uhr
  1. kingspride

    kingspride Moderator
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    Im heutigen Review werden wir den Scythe Kabuto 3 unter die Lupe nehmen.
    Es handelt sich dabei um einen Top-Blower mit 120mm Lüfter, ganz in Silber / Grau gehalten.

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    Wir bedanken uns bei Scythe für die Bereitstellung unseres Testsamples.

    Verpackung und Lieferumfang

    Im hochwertig bedruckten Karton (mattschwarz mit goldener Schrift) finden sich nicht viele Dinge: Der Kühler selbst mit vormontiertem Lüfter, Montagematerial für AMD und Intel Sockel, und eine Montageanleitung sowie etwas Wärmeleitpaste in einer einfachen Plastiktüte. Der Kühler ist sicher mit Pappe abgestützt.

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    Erster Eindruck / Äußeres
    Der Scythe Kabuto 3 ist zwar ein Topblower, dennoch ist er nicht gerade klein. Was uns direkt auffällt, sind die unterschiedlichen Heatpipes und das asymmetrische Design. Ansonsten ist der Kühler einheitlich silber, die Lamellen aus Aluminium, die Heatpipes und der Fuß aus vernickeltem Kupfer, der Lüfter mit schwarzem Rahmen und grauen Lüfterblättern.

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    Die Maße sind 130 x 125 x 149 mm inklusive Lüfter. Ohne schrumpft der Kühler auf 101mm zusammen.
    Die Heatpipes sind 6 und 8mm dick.

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    Die Verarbeitung gefällt uns jetzt schon sehr gut, der Kühler macht einen stabilen Eindruck. Die Lamellen scheinen zudem etwas stärker zu sein im Vergleich mit älteren Scythe Modellen (konkret: Mugen 2/3 und Big Shuriken 2), dafür sind sie nicht mehr so eng gesetzt. Ob das später einen Nachteil bei der Kühlleistung hat?

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    Montage
    Zunächst muss der Kühler auf unsere Testplattform montiert werden. Da Scythe für diesen Kühler die Standard-Retentionmodules von AMD bzw. Intel nutzt, können wir direkt mit dem Auftragen der Wärmeleitpaste beginnen. Diese wird leider nicht in einer Spritze geliefert und ist daher nur mit Beschmutzen der Finger verteilbar.

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    Die Montage ansich geht im Falle des AMD Sockels mit einem einzigen Bauteil: einer einfachen Blechklammer, die quer über den Fuß gelegt und anschließend am AMD-Retentionmodule eingehängt wird: erst eine Seite, dann mit Kraft und einem Daumen die andere Seite herunterdrücken und unterhaken. Fertig.

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    Im Falle Intel muss zunächst eine kleine Konstruktion zusammengeschraubt werden, die eigentlich wie die AMD-Variante funktioniert, nur eben mit den bekannten und manchmal etwas widerspenstigen Pushpins statt Laschen an den Enden.

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    Testmethodik
    Für unsere Kühlertests verwenden wir einen gehäuselosen Aufbau mit einem Gigabyte GA-MA770 UD3 und einem Phenom X4 9550 mit 95W TDP, einen Phenom X4 9850 mit 125W TDP oder gar einen Phenom X4 9950 mit brutalen 140W TDP, je nach TDP-Freigabe der zu testenden Kühler. Den gehäuselosen Aufbau verwenden wir, weil verschiedene Gehäuse mit unterschiedlichen Lüfterbestückungen jeweils sehr großen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben können. Der Testaufbau wird ergänzt durch ein abseits platziertes und nahezu geräuschloses Dell OEM Netzteil, dessen Lüfter bei Bedarf angehalten wird, sowie eine passiv gekühlte PoV GeForce 8600GT und eine SSD, wodurch wir die Geräuschentwicklung des jeweiligen CPU-Kühlers ohne äußere Einflüsse feststellen können.
    Um die CPU wirklich voll zu belasten, verwenden wir den prime95 und wählen hier den "smallFFT" TortureTest aus. Dieser Test läuft rund 10 Minuten. Die Temperaturen lesen wir mittels hwmonitor an der CPU-Diode des GA-MA770-UD3 aus. Zur Kontrolle loggt auch Aida64 diese Daten im Hintergrund mit.

    Die Rahmenbedingungen für unseren Test liegen bei 20°C Zimmertemperatur.

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    Die Kühlleistung wird in mehreren Schritten gemessen:
    1. Kühlleistung unter Verwendung der PWM-Funktion des Mainboards.*
    2. Kühlleistung bei einer gefixten Drehzahl von 1500 rpm
    3. Kühlleistung bei einer gefixten Drehzahl von 1000 rpm

    *Unter PWM-Einstellung regelt unser Gigabyte GA-MA770 UD3 die Drehzahl der Lüfter selbständig je nach Temperatur. Das BIOS versucht dabei, nach fest vorgegebenen Parametern auf entstehende Temperaturen zu reagieren und gibt "hochregeln" oder "runterregeln" als Signal über die PWM-Steuerung an die Lüfter. Mit welcher Drehzahl und mit welchen Drehzahlsprüngen die Lüfter reagieren, liegt an ihrer Auslegung durch den Hersteller, unser Testsystem hat hierauf keinen Einfluss.

    Wir verwenden für die Belastungstests unseren 125W Phenom X4 9850.

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    Belastungstests / Ergebnisse:
    Wir beginnen mit den PWM Messungen und lassen unser Gigabyte Mainboard die Lüfterdrehzahl dynamisch regeln. Danach bauen wir um auf eine manuelle Lüftersteuerung, die uns Messungen mit festen Drehzahlen erlaubt. Bei großen Lüftern messen wir mit 1200rpm und 800rpm, bei kleineren Lüftern messen wir mit 1500rpm und 1200rpm.

    Idle:
    Im Idle macht sich der große Kühler kaum bemerkbar, das einzige, was wir vernehmen können, ist ein dezentes Luftrauschen, welches aus einem geschlossenen Gehäuse heraus sicher nur schwer zu hören wäre.

    Wir messen 33dbA und 30°C.
    Der Lüfter dreht derweil mit 830rpm.

    PWM:
    1 Lüfter:

    Erster Test in der Runde: PWM.

    125W: 48°C und 36dbA
    Die Drehzahl liegt bei genau 1200rpm.

    1200rpm:
    Es ergibt sich dasselbe Bild wie bei der PWM Messung:

    125W: 48°C und 36dbA
    Temperatur- und Geräuschverhalten bleiben gleich.

    800rpm:
    Mit dieser Drehzahl testen wir, ob der Kühler auch bei geringer Drehzahl und damit verbunden niedriger Lautstärke genug Kühlleistung bereitstellen kann, um auch in Silent-Systemen dem Prime-Test standhalten kann.

    125W: 54°C und 32dbA
    Leise, aber heiß. AMDs maximale Temperaturgrenze liegt bei diesem Prozessor bei 65°C, wir sind also schon nah dran. Allerdings steigt die Temperatur nach rund 5 min auch nicht mehr weiter an.

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    Abschließende Gedanken
    Der Scythe Kabuto 3 ist ein unkomplizierter Luftkühler für Midrange Systeme oder für kompakte Gaming-Rechner. Durch seine Topblower Bauweise braucht er nicht so viel Platz wie ein gleichgroßer Towerkühler, ist dafür allerdings potenziell eher anfällig für Platzprobleme mit RAM oder Grafikkarte. Wir hatten mit unserem eher schmal geschnittenen Gigabyte Mainboard allerdings keine Probleme bei der Montage. Auch auf einem kleineren µATX Mainboard mit nur 2 DIMM-Slots (ASUS, auf den Bildern zu sehen) passte alles problemlos nebeneinander. Die Möglichkeit, den Kühler um 180° (AMD) oder 90° (Intel) drehen zu können, ist für den Fall, dass hohe Arbeitsspeichermodule verwendet werden, hilfreich. Der Kühler ist außerdem so asymmetrisch, dass er je nach Ausrichtung entweder die Spannungswandler des Mainboards oder den Arbeitsspeicher mit belüften kann.

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    Fazit
    Wir denken, dass der Scythe Kabuto 3 perfekt für kleine Towersysteme, die auf mATX oder gar ITX aufbauen, geeignet ist. Mainboards aus diesem Segment bringen oftmals keine eigenen Kühlkörper für ihre Spannungswandler mit und sind somit besonders auf einen vorbeiziehenden Luftstrom angewiesen. Ein Topblower erfüllt diesen Zweck optimal.
    Mit dem Kabuto 3 konnte auch unsere heiße 125W CPU ausreichend gekühlt werden, was bedeutet, dass dieser Kühler leichtes Spiel mit modernen Prozessoren, wie zB. eines Intel Core i5, haben sollte.
    Aus diesen Gründen und aufgrund des eher niedrigen Preises verleihen wir dem Scythe Kabuto 3 den Preis/Leistungs-Award!

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    Der Scythe Kabuto 3 ist aktuell für rund 40€ im Handel erhältlich: Scythe Kabuto 3 Preisvergleich | Geizhals Deutschland

    Fürs Cofo-Team,
    William // kingspride
     

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Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von kingspride, 8 Feb. 2017.

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